Rheinen

Weihnachtsdorf erstrahlt im Lichterglanz

Rheinen.  Rheinener und ihre Freunde aus dem Iserlohner Norden genossen wieder die besondere Atmosphäre am Dorfgemeinschaftshaus.

Fast 4000 Lichter sorgten am Samstag dafür, dass das traditionelle Rheinener Weihnachtsdorf so hell erstrahlte wie noch nie.

Der besondere Dank von Doris Mikus, der Vorsitzenden der ausrichtenden Dorfgemeinschaft, galt dann bei der Begrüßung auch der „Fachbereichsleitung Elektrik“, wie sie die beiden Ehrenamtlichen René Casutt und Jürgen Kramm mit einem Augenzwinkern bezeichnete. Die waren alleine einen halben Tag damit beschäftigt gewesen, einen 30 Meter breiten Lichtervorhang an der Dachkante des Dorfgemeinschaftshauses anzubringen und entsprechend zu verkabeln. Als erste in diesen Lichter-Genuss kamen am Freitag die rund 60 Besucher des zweiten „Weihnachtsdorf-Vorabends“, die schon mal Glühwein und Bratwurst testeten, bevor dann für den Samstag, den diesjährigen Höhepunkt im Rheinener Veranstaltungskalender, noch weiter lichttechnisch aufgerüstet wurde, so unter anderem mit einem symbolisierten Weihnachtsbaum mit über 800 Lichtern. „Wichtig war uns bei allen Installationen die Verwendung von LED“, betonte René Casutt, dass auch dem Klimaschutzgedanken Rechnung getragen wurde. Auf gerade einmal 50 Watt schätzte er die insgesamt benötigte Leistung.

„Glühgin“ mehr als Geheimtipp bei den Heißgetränken

Mehr Strom dürfte da die Versorgung mit Heißgetränken verbraucht haben, gingen am Ende doch 130 Liter Glühwein, 25 Liter Milchmix-Getränke und 15 Liter des berühmten heißen Rheinener Slibowicz über die Theken der Holzhütten. An einer davon gab es zudem eine Premiere, die sehr großen Anklang fand: „Helmuts Glühgin“, bestehend aus drei Teilen Apfelsaft, weihnachtlichen Gewürzen und eben einem Teil „Helmuts Gin“, der eigens für das Hofmusik-Festival kreierten Spirituosenspezialität. Für die Neuauflage auf dem Hof Mikus im kommenden Sommer gab es auch schon im Vorverkauf die Karten als Geschenkidee.

Viele weitere und dazu noch tolle adventliche und weihnachtliche Dekorationen fanden sich im „Basarzelt“, das nach dem Umzug des Weihnachtsdorfes bekanntlich im Dorfgemeinschaftshaus „steht“. Die Gestecke und Kränze (alle garantiert mit echter Rheinener Tanne), die Vogelhäuschen, Insektenhotels, die anderen schönen Dinge aus Holz oder weiteren Materialien, die genähten und gestrickten Sachen, die allesamt von einem halben Dutzend Frauen aus Rheinen das ganze Jahr über in Handarbeit erstellt werden, fanden sehr guten Absatz.

Von den 21 selbst gebackenen Torten und Kuchen blieben schließlich ganze sechs Stückchen über, die es dann gestern beim Helfer-Dankeschön gab. Bei Susanne Hill liefen indes die Waffeleisen heiß, und auch das Grillteam hatte mit dem Verkauf von am Ende 550 Würstchen die ganze Zeit über gut zu tun. Schlangen bildeten sich auch bei den Reibekuchen nebenan, wo insgesamt 40 Kilogramm Teig im siedenden Öl goldbraun gebacken wurden.

Nur zwei kleine Wermutstropfen

Genossen werden konnte das alles bei adventlichen Liedern, dargeboten von zwei Ensembles der Evangelischen Kirchengemeinde Hennen, dem Posaunenchor unter der Leitung von Detlev Leistritz und dem Frauenchor von Alma Dauwalter. Beide sind übrigens auch am kommenden Wochenende auf dem Weihnachtsmarkt in Hennen dabei, und dort werden auch die „Happy Voices“ auftreten. Aufgrund von Terminüberschneidungen der musikalischen Leitung musste der Kinderchor am Samstag zum eigenen und zum Bedauern der Dorfgemeinschaft leider einmal passen. Zumindest war aber sein Förderverein mit einem Stand mit Plätzchen und mehr dabei. Verzichten mussten die Besucher des Weihnachtsdorfes auch auf das äußerst beliebte und begehrte selbst gebackene Brot, da die alte Backstube aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr leider nicht genutzt werden konnte.

Auf keinen Fall fehlen durfte aber natürlich der Besuch des Nikolauses, der 130 Tüten an die kleinen Besucher verteilte. Traditionell und stilecht erfolgte seine Anreise mit dem Fahrschlitten von Klaus Walde aus Geisecke, wie übrigens auch erstmals am kommenden Sonntag in Hennen. Tosca, das 14 Jahre alte Sächsische Schwere Warmblut, trug dabei ein historisches Schellengeläut, das den Kindern, die im Lichterschein des Dorfgemeinschaftshauses gespannt warteten, schon von fern die Ankunft ankündigte.

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