Rohbaufest

Viele Hände arbeiten am Fritz-Nolte-Haus

Das Fritz-Nolte-Haus steht im Rohbau. Nach dem offiziellen Teil ging es zum Feiern in den benachbarten Autogarten der Nolte-Gruppe.

Das Fritz-Nolte-Haus steht im Rohbau. Nach dem offiziellen Teil ging es zum Feiern in den benachbarten Autogarten der Nolte-Gruppe.

Foto: Stefan Drees / IKZ

Iserlohn.  An ihrem 50. Geburtstag lädt Petra Pientka gemeinsam mit Mutter Fritzi Bimberg-Nolte zum Rohbaufest ein.

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„Viele Hände bringen ein schnelles Ende!“: Mit diesen Worten im Richtspruch machte Reinhard Quast, Vorstand des Generalbauunternehmens Otto Quast, in seinem Richtspruch deutlich, was alles und wie schnell zwischen dem 17. Juni (Grundsteinlegung) und dem gestrigen 11. November (Rohbaufest) entstanden ist. Rund 200 Gäste konnten sich davon überzeugen, wie sehr das Fritz-Nolte-Haus an der Ecke Konrad-Adenauer-Ring/Mendener Straße bereits Gestalt angenommen hat. Zwei Daten, die sicherlich nicht zufällig gewählt worden waren. Der 17. Juni war zugleich der Tag des 88. Geburtstages von Fritzi Bimberg-Nolte, der 11. November ist zugleich der Tag des 50. Geburtstages von Tochter Petra Pientka. Familie Nolte und Gäste hatten also doppelten Grund zum Feiern.

Ein Pionier desAutomobilwesens

Petra Pientka erinnerte die Gästeschar daran, warum das Fritz-Nolte-Haus so heißt: Gewidmet ist es Fritz Nolte, der sich hier an der Mendener Straße 1914 mit einer Taxi-Droschke selbstständig machte und so die Grundlage für die heutige Nolte-Gruppe legte. Pientka sprach von ihrem Großvater als einem Pionier des Automobilwesens in der Region. Und ihre Mutter Fritzi Bimberg-Nolte habe mit dem jetzigen Bauprojekt die richtige Vision gehabt, wie die Zukunft am Stammsitz aussehen soll. Im Prinzip habe es drei Möglichkeiten gegeben: Abzuwarten, „was da hinten passiert“, meinte sie in Anspielung an das Großprojekt Umgestaltung des Schillerplatzareals, oder die Veräußerung der „Urzelle“ des Unternehmens an Menschen, die damit nur möglichst viel Gewinn erzielen möchten oder eben drittens: Selbst kreativ werden, Fakten schaffen und etwas aufbauen, was den Menschen dient. Unschwer zu erraten, für welches Modell sich die Familie Nolte entschieden hat.

Insgesamt 19 Wohnungen entstehen im Fritz-Nolte-Haus, das Erdgeschoss ist reserviert für Einzelhandel und Dienstleistungen, so konnte bereits die Diakonie als Mieter gefunden werden, die dort ihr Büro für Ambulante Pflege und Betreuung einrichten möchte. Das Motto des Hauses: „Auto-mobiles“ Wohnen und Arbeiten. Natürlich bietet das Nolte-Parkdeck den Bewohnern auf Wunsch jede Menge Stellplätze, aber mit dem Begriff ist nicht etwa eine besondere Auto-Freundlichkeit gemeint, sondern der Wortursprung „Selbst beweglich“. Denn barrierefreie Zugänge und mögliche Hilfen sollen es Menschen ermöglichen, länger und aktiv am Leben teilnehmen zu können.

Pientka erinnerte daran, dass sich beim Bau auch unvorhersehbare „Lernfelder“ ergeben hätten, beispielsweise was den Untergrund anbelangt. Ernst Dossmann, Architekt und Freund der Familie, deutete in Reimform an, was es damit auf sich hatte. Er sprach von einem „Unbill“, der Boden unter dem Kellertrakt des früheren Gebäudes sei deutlich abgesackt, eine Hinterlassenschaft des Bergbaus, unverkennbar die Nachbarschaft zum Schillerplatz. Dossmann lobte den Erfindungsgeist der Planer, die mit einem Geflecht auf Tor-Stahl schließlich doch für die notwendige Stabilität im Untergrund gesorgt hätten.

Gottvertrauen gehört beiFamilie Nolte immer dazu

Landrat Thomas Gemke lobte die Bauherrinnen, die als Familienunternehmen mal wieder etwas Neues gewagt hätten. Und Vizebürgermeister Michael Scheffler erinnerte daran, dass es ja mittlerweile viele Menschen gebe, die gerne wieder in die Innenstadt ziehen möchten. Das Fritz-Nolte-Haus biete dazu Gelegenheit. Und das markante, attraktive Gebäude werte die Innenstadt auf und zeige, dass es mit dem Quartier Schillerplatz nach vorne gehe.

Und es wäre wohl eine durch und durch unvollständige Veranstaltung der Familie Nolte, wenn nicht auch das geistliche Wort angemessenen Raum erhält. Dafür zuständig waren Diakon Rüdiger Lülff für die katholische Kirche und Superintendentin Martina Espelöer für die evangelische Kirche. Gottvertrauen gehört bei Fritzi Bimberg-Nolte und Petra Pientka eben immer dazu. Martina Espelör hatte in Anspielung an die am 11. November beginnende Karnevalszeit eine rote Nase im Gepäck, außerdem als Präsent eine Schiefertafel mit eingearbeitetem Haussegen.

Ab Frühjahr auchHyundai im Hemer-Westig

Nun verließ die „Gemeinde“ den Rohbau des Fritz-Nolte-Hauses, im benachbarten Autogarten der Nolte--Gruppe wurde weitergefeiert und schließlich mit einem Cocktail auf den 50. Geburtstag von Petra Pientka angestoßen. Dazu gab es weiteres Kulinarisches. Im Sommer 2020 wird es dann weiteren Grund zum Feiern geben, dann sollen alle Mieter ins Fritz-Nolte-Haus einziehen können. Und Fritzi Bimberg-Nolte machte noch eine unternehmerische Mitteilung „am Rande“. Die Nolte-Gruppe wird, vermutlich ab Frühjahr, am Honda-Standort in Hemer-Westig zusätzlich auch die Marke Hyundai anbieten.

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