Bürgermeisterwahl

Sensationeller Erfolg von Dimitrios Axourgos

Dreimal Bürgermeister: Iserlohns Dr. Peter Paul Ahrens gratuliert Dimitrios Axourgos in Schwerte. In der Mitte lacht Axourgos’ Vorgänger Heinrich Böckelühr.  

Foto: Jörg Kleine

Dreimal Bürgermeister: Iserlohns Dr. Peter Paul Ahrens gratuliert Dimitrios Axourgos in Schwerte. In der Mitte lacht Axourgos’ Vorgänger Heinrich Böckelühr.   Foto: Jörg Kleine

Iserlohn/Schwerte.   Mit über 56 Prozent gewinnt der Iserlohner SPD-Fraktionschef Dimitrios Axourgos die Bürgermeisterwahl in Schwerte.

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Der Jubel der SPD-Anhänger im Schwerter Rathaus wollte am Sonntagabend gar nicht mehr enden. Rund 200 Besucher fieberten mit im Bürgersaal, und mit jedem Ergebnis aus den insgesamt 37 Wahlbezirken brandete neuer Beifall auf, denn in jedem einzelnen lag der Iserlohner SPD-Fraktionsvorsitzende deutlich vorne. Etliche Wahlbezirke gewann der 34-Jährige mit weit über 60 Prozent.

Am Ende erreichte Axourgos 56,63 Prozent oder exakt 10 453 Stimmen. Sein schärfster Konkurrent Adrian Mork (Grüne) kam auf 29,8 Prozent. Die unabhängigen Bewerber Christiane Ganske (4,21 Prozent), Stefan Barthel (2,48 Prozent), Gregor Podeschwa (3,41 Prozent) und Dirk Hanné (3,47 Prozent) spielten erwartungsgemäß nur eine untergeordnete Rolle.

Aber besonders für Mork, den amtierenden Stadtplaner im Schwerter Rathaus, brachte der Wahlsonntag eine herbe Niederlage. Der Grünen-Kandidat war unter Jamaika-Flagge gesegelt, denn auch CDU und FDP bekannten sich zu dem 51-Jährigen. „Ich habe Herrn Axourgos eine gute Zusammenarbeit angeboten – und dabei bleibe ich auch“, erklärte Mork am Mikrofon auf der kleinen Bühne des Schwerter Bürgersaals. Aber was sollte er auch anderes sagen, schließlich übernimmt Dimitrios Axourgos alsbald die Regie im Rathaus. Und das muss auch die Schwerter CDU mit Zähneknirschen hinnehmen. Die Union war offensichtlich schlecht präpariert für eine mögliche Nachfolge, nachdem Amtsinhaber Heinrich Böckelühr (CDU) Mitte Oktober zum Präsidenten der Gemeindeprüfungsanstalt NRW avancierte und Abschied aus dem Rathaus genommen hatte. Denn aus den eigenen Reihen hatte sich bei der Union niemand warmgelaufen, um dem Iserlohner SPD-Mann Axourgos Paroli zu bieten.

Der war schon im September an die Arbeit gegangen, um sich in der Stadt, aber auch an Tausenden Haustüren bekannt zu machen – als „Der Neue“, wie er auf Plakaten warb. Fremd war Axourgos das Terrain in Schwerte indes nicht. Schließlich arbeitet er als Lehrer am Friedrich-Bährens-Gymnasium.

Zumindest in den nächsten Tagen muss Axourgos weiter seinen Pflichten in der Schule nachkommen. Die Wahlnacht durfte er aber ruhig ein wenig ausgiebiger feiern: „Ich habe morgen erst zur dritten Stunde“, sagte der Wahlsieger augenzwinkernd auf der Bühne im Bürgersaal.

Axourgos reckte kurz die Arme, Daumen hoch, dann kam die lange Schar an Gratulanten. Einer der ersten war Iserlohns Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens (SPD), der ehedem als Kandidat in Schwerte unterlegen war. Axourgos hat’s nun gezeigt, dass ein Iserlohner dort gewinnen kann.

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