Schützenwesen

Schützenfest ist für Jugend relevant

Für gute Stimmung im Sonntags-Zug beim IBSV-Schützenfest haben die UE-Studenten und Mitarbeiter gesorgt.

Für gute Stimmung im Sonntags-Zug beim IBSV-Schützenfest haben die UE-Studenten und Mitarbeiter gesorgt.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Bei einer Umfrage unter Mitarbeitern und Studenten der UE zur IBSV-Sause wird deutlich, dass Heimatverbundenheit und Traditionspflege immer noch wichtig sind.

Jetzt gibt es auch eine wissenschaftliche Untersuchung des IBSV-Schützenfestes. Wie berichtet, hatten Studenten der University of Applied Sciences Europe (UE) bereits im Vorfeld eine Umfrage gestartet und die erste Teilnahme der Hochschule im großen Sonntagsfestzug vorbereitet.

Anlass waren die Vorplanungen zum 20-jährigen UE-Bestehen im kommenden Jahr. Nachdem die Studenten und Mitarbeiter nicht nur gute Stimmung von ihrem Wagen aus bei den Zug-Beobachtern versprüht hatten, sondern selbst auch begeistert waren, hat der Sport-und-Eventmanagement-Student und wissenschaftliche Mitarbeiter Marius Köster nun eine Hausarbeit über die Wahrnehmung des Schützenfestes geschrieben. Von 49 Befragten haben zwölf angegeben, dass sie die UE bei den Zug-Vorbereitungen unterstützt haben. Diejenigen, die nicht dabei waren, begründeten dies mit mangelndem Interesse beziehungsweise fehlenden Informationen zur Aktion.

Studierende und Mitarbeiter, die Bescheid wussten, haben jeweils zu etwa einem Drittel über soziale Medien, Aushänge und Gespräche auf dem Campus davon erfahren.

Perfekte Möglichkeit, um alte Bekannte zu treffen

Aus der Umfrage geht hervor, dass Volksfeste wie das Iserlohner Schützenfest auf jeden Fall noch relevant für „junge Menschen“ sind. Knapp 90 Prozent der Befragten stimmten bei dieser Frage mit „ja“. Für den Großteil der Befragten ist es die perfekte Möglichkeit, um Personen wieder zu treffen, die sie sonst das ganze Jahr über kaum bis gar nicht zu sehen bekommen. Die Heimatverbundenheit spielt neben der Lust auf Party und Alkohol die zweitgrößte Rolle. Außerdem sind sich mehr als 50 Prozent der Befragten sicher: „Traditionen müssen von jungen Menschen fortgeführt und aufrecht erhalten werden!“ Mehr als 30 Prozent der Befragten antworteten, dass „Traditionen in der bewegten Welt Halt und Orientierung bieten“.

Wer nicht den Weg zur Alexander­höhe gefunden hatte, begründete dies wie folgt: Auslandssemester, zu teuer, keine Zeit, nicht mein Musikgeschmack, kein Interesse, „ich mag kein Massensaufen“ oder „nur interessant, wenn man von klein auf damit aufgewachsen ist“.

Jan Frey, ehemaliger Student und heutiger Mitarbeiter der UE, sagt: „Noch sind die Planungen für das kommende Jahr nicht so weit, aber nach so viel positiver Resonanz denke ich, dass wir dann auch wieder dabei sein werden.“ Das würde Wolfgang Barabo, Oberst und 1. Vorsitzender des IBSV, nach der geglückten Premiere natürlich begrüßen. „Der Schützenzug mit seiner langen Tradition hat Bedeutung für die gesamte Bevölkerung, und dazu zählen natürlich auch die jungen Leute. Ein Iserlohner Schützenzug muss möglichst bunt sein und alle Bereiche dieser Stadt widerspiegeln. Daher ist die UE natürlich auch im kommenden Jahr herzlich zur Teilnahme eingeladen.“

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