Polizei

Schafe halten Hermannstraße in Atem

400 Schafe haben sich am Montagabend in der Hermannstraße „verlaufen“.

400 Schafe haben sich am Montagabend in der Hermannstraße „verlaufen“.

Foto: privat

Iserlohn.   Trotz eines Elektrozauns konnte eine Schafherde ihre Weide verlassen und in Gärten vordringen.

Dass sie derzeit hinter ihrem Haus an der Hermannstraße tierische Nachbarn haben, ist Anni Richard und ihrem Mann bekannt. Als am Montag gegen 22.25 Uhr allerdings vor dem Gebäude Schafe zu hören waren, machte das die beiden stutzig. „Die Ersten sahen wir durch den Vorgarten unseres Nachbarn rennen, dann kam die ganze Herde“, sagt Anni Richard.

Als die etwa 400 Tiere, die der Oestricher Schäferei Golz & Büttner gehören, sich schließlich in der gesamten Hermannstraße verteilt hatten, orientierungslos umher liefen, Hecken und Pflanzen in Vorgärten anknabberten, rief die Anwohnerin die Polizei. „Die war mit vier Beamten sehr schnell da“, erzählt sie. Nachbarn und die Polizisten sperrten die Straße so ab, dass die Tiere wieder den Weg in Richtung Weide fanden.

„Ein Riesentrampolin, ein Planschbecken und ein Sandkasten sind kaputt gegangen“, weiß Anni Richard. Auch mindestens ein Auto habe Schrammen davon getragen. Bei der Polizei gab es bis gestern Mittag jedoch noch keine Anzeige wegen Sachbeschädigung, im Einsatzbericht gibt es lediglich den Eintrag „Tiergefahr“.

Thomas Golz erklärt auf Nachfrage unserer Zeitung: „Das ist zum ersten Mal passiert, ich kann Ihnen nicht erklären, wie die Schafe aus dem Elektrozaun gekommen sind.“ Er könne die derzeit für jedermann zugängliche Fläche komplett sperren, das wolle er jetzt jedoch noch nicht. Am kommenden Wochenende, so der Schäfer, sollen die Tiere ohnehin weiterziehen.

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