Mein Iserlohn 2040

Ob Parken oder Lärm: Verkehr oft im Fokus

Dr. Lars Bölling vom beauftragten Berliner Projektbüro „UmbauStadt“ diskutierte mit den Bürgern vom Nußberg über die zukünftige Entwicklung ihres Stadtteils.

Dr. Lars Bölling vom beauftragten Berliner Projektbüro „UmbauStadt“ diskutierte mit den Bürgern vom Nußberg über die zukünftige Entwicklung ihres Stadtteils.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Bei der Bürgerwerkstatt zum Teilbereich Mitte ärgerten sich vor allem Anwohner am Nußberg und in der Iserlohner Heide über den Verkehr.

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Knapp 30 Interessierte beteiligten sich am Samstagmittag in der Mensa der Gesamtschule Iserlohn am Nußberg an der dortigen Bürgerwerkstatt. Die meisten kamen dabei vom und interessierten sich für den Nußberg, gefolgt von der Iserlohner Heide und Gerlingsen. Vom Hombruch war kein Bewohner gekommen.

Die Interessen des Stadtteils wurden von Heiner Hofmann von der Initiative Heide/Heimbruch, vom CDU-Ratsherr Hans-Georg Renzel und von einer Mitarbeiterin des Quartierstreff vertreten. Und auch aus der ganz kleinen Runde gab es dabei Hinweise auf nötige Veränderungen (Wie aktiviere ich die Bewohnerschaft? Wie kann man die Wahrnehmung des Hombruchs nach außen entwickeln und stärken?) und Ideen. So wurde der von den Planern vorgeschlagenen Entwicklung einer neuen Ortsmitte mit einem Platz für Veranstaltungen zum Beispiel im Bereich der Bremsheide eine Absage erteilt.

Lieber sollte die „Soziale Mitte Heide-Hombruch“, der Bereich um Quartierstreff, Heidehalle, Kindertagesstätten, Kirche und Schule, gestärkt werden, auch wenn von Seiten der anwesenden Bürger aus der Iserlohner Heide darauf aktuell nicht so der Fokus gelegt wurde. Denn auch wenn „Heide-Hombruch“ auch durch die steten Bemühungen der gleichnamigen Initiative und durch die Stadtteilzeitung oft in einem Atemzug genannt werde, sei die Verbindung nach dem Empfinden der Bewohner derzeit leider nicht so gegeben, wie es ein Teilnehmer ausdrückte. Was aber eben auch am mangelnden Interesse/Engagement der Menschen vom Hombruch liegt.

In beiden Stadtteilen wurde indes die Nahversorgung vermisst, wobei die ja beim Hombruch durch die Geschäfte am Schapker Platz nur einen Steinwurf entfernt, aber eben durch die trennende Bahnlinie bislang nur über Umwege erreichbar ist. Für den Hombruch wurde zudem vorgeschlagen, die Grünflächen zwischen Mehrfamilien- und Hochhäusern ökologisch zu entwickeln, also beispielsweise Blühwiesen anzulegen.

In der Iserlohner Heide stellt die zukünftige Entwicklung des Maag-Geländes eine besondere Herausforderung da, ebenso wie die Aufwertung des benachbarten DB-Haltepunktes, der unter anderem durch eine bessere Abstimmung zwischen Bahn und Bus möglichst zur „Mobilitätsstation“ werden soll.

Langerfeldstraße wieder auf ursprüngliche Länge bringen?

Verkehr war generell ein oft angesprochenes Problemfeld, in der Iserlohner Heide vor allem bedingt durch das enge Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe und damit verbundene Park- und Platzprobleme; am Nußberg vor allem mit Blick auf die Lärmbelastung in Richtung Dortmunder Straße, aber auch Autobahn und durch die Situation an der Gesamtschule.

So wurde zur Entlastung der Arpkestraße beispielsweise vorgeschlagen, die Lan­gerfeldstraße wieder so zu verlängern wie sie einst war, damit der Verkehr über die relativ neue Verbindung zur Baarstraße abfließen kann. Fehlende Radwege(verbindungen) und der Erhalt und die Aufwertung des Ortlohn-Parks waren weitere Punkte ebenso wie die fehlende Barrierefreiheit im und zum Wohngebiet im Ortlohntal. Und auch in Gerlingsen gab es gleich eine Reihe von Vorschlägen, so zum Beispiel einen Ökologischen Bauernhof, und vor allem auch Maßnahmen zur Aufwertung des Gerlingser Platzes.

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