Jugendhilfe

Neugierig auf erste Erfahrungen

Martin Stolte und die DRK-Mitarbeiterinnen Julia Röber, Stephanie Schlosser und Kerstin Helmering in der Großtagespflege Henry an der Rahmenstraße 17.

Martin Stolte und die DRK-Mitarbeiterinnen Julia Röber, Stephanie Schlosser und Kerstin Helmering in der Großtagespflege Henry an der Rahmenstraße 17.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Dier erste Großtagespflege für Kinder unter drei Jahren ist jetzt in Trägerschaft des DRK an den Start gegangen.

Einen positiven Eindruck gewann Martin Stolte, Leiter des Ressorts Generationen und Soziales, jetzt beim Besuch mit Vertreterinnen des Jugendamtes in der neuen DRK-Großtagespflege-Einrichtung an der Rahmenstraße 17. Das erklärte er gemeinsam mit Undine Heidenreich von der Abteilung Kindertageseinrichtungen und Familienpflege. Die beiden Vollzeitkräfte Julia Röber und Stephanie Schlosser sowie „Springerin“ Kim Pott betreuen dort Jungen und Mädchen unter drei Jahren.

Das Deutsche Rote Kreuz richtete dort auf knapp 150 Quadratmetern in der ersten Etage des Wohn- und Geschäftshauses, in dem unten der Mönnig-Verlag beheimatet ist und wo zuvor zehn Jahre eine Praxis für Physiotherapie untergebracht war, die erste Großtagespflege in Iserlohn ein. Sie verfügt über einen lichtdurchfluteten, bunt möblierten Gruppenraum mit großem Spielgerät, einem Nebenraum mit Krabbel- und Bewegungswiese sowie zwei kleine Schlafräume. „Wir sind stolz, eine so ideale Möglichkeit im Iserlohner Zentrum in der Nähe unserer Kindertagesstätte Henry gefunden zu haben“, betonte DRK-Geschäftsführer Michael Vucinaj. Bereits die ersten sieben Kinder sind in der Tagespflege aufgenommen worden, weitere zwei folgen noch zeitnah, weiß Kerstin Helmering, Leiterin der Kita Henry.

„Mit der ersten Großtagespflege begibt sich die Stadt Iserlohn ebenfalls auf den durch das Land NRW frei gemachten Weg der trägerkoordinierten Tagespflege für Kinder“, sagt Vucinaj, der von einer guten Zusammenarbeit mit dem Iserlohner Jugendamt berichtet. „Die enge Anbindung an die Kita Henry an der Gerichtstraße bietet den Kindern zugleich die ideale Möglichkeit von gemeinsamen Aktionen und Spiel besonders im Außenbereich der Kita Henry.“ Denn in der ersten Etage an der Rahmenstraße seien die Möglichkeiten räumlich begrenzt.

Kinderbücher sollen nochangeschafft werden

„Spielsachen sind schon vorhanden. Jetzt fehlen noch Kinderbücher“, sagte Geschäftsführer Michael Vucinaj bei der offiziellen Vorstellung in Richtung von Ulrich Betten, der beim DRK auch für den Bücherbasar verantwortlich zeichnet. DRK-Vorstandsmitglied Beatrix Schönekeß kündigte an, aus ihrem Privatfundus einige Bilderbücher bereitzustellen.

Rückblende: Der Jugendhilfeausschuss hatte vor einem Jahr den Weg frei gemacht für die Errichtung von zwei Großtagespflegen für jeweils neun Kinder unter drei Jahren. „Das DRK hatte sich daraufhin bewusst beworben, eine solche Großtagespflege einzurichten, da für die gerade errichtete Kita Henry die Übernahme der Kinder ab drei Jahren sichergestellt werden kann. Der Zuschlag fiel auf die Träger DRK und Diakonie“, erinnert Michael Vucinaj an die Vorgeschichte.

„Als nächster Träger wird die Diakonie im Gemeindehaus in der Prinzenstraße solch ein Angebot machen. Wir wollen es mit vier Einrichtungen versuchen, es braucht immer eine Kita im Hintergrund“, erklärt Martin Stolte. „Wir sind neugierig auf die ersten Erfahrungen, die sind dann die Blaupause für weitere Einrichtungen. Mit diesen Modellen wollen wir Lücken schließen und in die Quartiere gehen.“

In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Oktober sollen erste Erfahrungsberichte auf der Tagesordnung stehen. „Wir wollen dann zwei weitere Einrichtungen auf den Weg bringen“, kündigt Undine Heidenreich an. „Wir haben den höchsten Bedarf in der Innenstadt. Da gilt es die Versorgungsquote zu verbessern.“

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