Brücke am Hauptfriedhof

Nach Sanierung soll sie weitere 30 Jahre halten

Die Brücke am Hauptfriedhof wird saniert.

Die Brücke am Hauptfriedhof wird saniert.

Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Die Fußgängerbrücke zum Hauptfriedhof weist Schäden auf, es dürfte bei der Sanierung aber alles im Rahmen bleiben.

Man kann nicht sagen, in den ersten Tagen hätte sich nichts getan: Seit Montag wird an der Sanierung der Fußgängerbrücke über die Dortmunder Straße zwischen Gerlingser Weg und Hauptfriedhof gearbeitet. Im ersten Bauabschnitt über der rechten Fahrbahn in Richtung Innenstadt sind bereits Geländer und Bodenbelag abgetragen worden.

Dabei sind auch einige Schadstellen zu Tage gefördert worden – insbesondere zwischen altem Bodenbelag und den Oberkanten der Traghölzer. Der städtische Bauleiter Alexander Sprung spricht aber von einem erwartbaren Ausmaß, obwohl man diese Bereiche zuvor nicht sehen konnte. Mit Inspektionen von unten und einigen Bohrungen fand im Vorfeld aber durchaus eine Untersuchung durch einen Experten statt. Gestern Vormittag wurde sogar darüber diskutiert, ob ein angegriffenes Haupt-Trägerteil, das für den Austausch vorgesehen war, doch verbleiben kann.

Bongossi-Holz beimAustausch tragender Teile

Vor 30 Jahren war das Brückenbauwerk nicht unumstritten, da seinerzeit Bongossi-Holz verwendet wurde. Da wo Ersatz in der Tragekonstruktion erfolgen muss, wird auch wieder Bongossi-Holz eingesetzt. Denn hier, so Sprung, sei es erforderlich, dass die tragende Konstruktion auch weiterhin aus einem Material besteht. Dass das Holz mit einem Pkw-Anhänger angeliefert wurde, deutet allerdings daraufhin, dass es sich nicht um große Mengen handelt. Außerdem, so Sprung, handele es sich um zertifiziertes Holz.

Der Bedarf an Holz reduziert sich auch dadurch deutlich, dass der neue Bodenbelag aus Kunststoff-Bohlen mit einer rutschfesten Beschichtung bestehen wird und das Geländer aus einer Stahlkonstruktion. Da die Kunststoffelemente über eine Art Nut- und Federsystem verfügen, wird der neue Bodenbelag auch wasserdicht sein. Ein wichtiges Kriterium, wie Alexander Sprung betont. Denn als Hauptursache für vorgefundene Schadbilder wurde die Feuchtigkeit ausgemacht, die durch die Zwischenräume der bisherigen Boden-Konstruktion in das Bauwerk eingedrungen ist – im Winter teilweise auch mit Salz und Sand belastet. Ein Blick auf die ausgebauten Boden-Bohlen verrät, das hier ein Austausch auch notwendig war.

Lohnt die Sanierung? Alexander Sprung geht davon aus, dass die Brücke danach weitere 30 Jahre halten wird, wegen der vorgenommenen Abdichtung wahrscheinlich sogar noch länger. Zur Lebensverlängerung werden auch alte Bolzen durch neue Edelstahlbolzen ausgetauscht oder ergänzt. Wenn der jetzige Bauabschnitt fertig ist, wird die aktuell gesperrte Fahrspur wieder freigegeben und in beiden Fahrtrichtungen die jeweils zur Straßenmitte hin gelegenen Fahrspuren gesperrt.

Ende August sollalles fertig sein

Nötig ist das, da im jeweiligen Baufeld auf beiden Seiten ein Gerüst aufgebaut werden muss. Zum Abschluss erfolgt dann der dritte Abschnitt, bei dem die rechte Fahrspur stadtauswärts gesperrt sein wird. Um größere Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, wurde die Baumaßnahme so gelegt, dass ein Großteil der Arbeit in den Schulferien erfolgen wird. Ende Augst, so Alexander Sprung, soll dann alles fertig sein. Einen abschließenden Anstrich der Holzkonstruktion wird es übrigens nicht geben. Das sei bei Bongossi-Holz nicht notwendig, sagt Sprung.

Künftig wird die Brücke dann nicht mehr nur für Fußgänger zur Verfügung stehen, sondern auch für Radfahrer, die ihr Vehikel im Bereich der Brücke bislang schieben mussten. Möglich wird dies, weil das neue Geländer entsprechend höher ausfällt. Bis es aber soweit ist, müssen Fußgänger und Radfahrer mit Ziel Hauptfriedhof wegen der Sperrung der Brücke über einen Weg zur Kreuzung Dortmunder Straße/Almelostraße ausweichen, die Route ist ausgeschildert.

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