Soziales

Mit Wertschätzung zur Wertschöpfung

Karl-Josef Laumann – Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen besucht Karree38

Karl-Josef Laumann – Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen besucht Karree38

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte jetzt die Iserlohner Werkstätten, um sich den Sachstand bei „Mentoring 4.0“ erklären zu lassen.

Was ein mittelständischer Iserlohner Sanitär-, Heizungs- und Elektrobetrieb mit 23 Mitarbeitern mit Digitalisierung zu tun hat? Eine ganze Menge, sagt André Laucht von der Geschäftsführung der Schuster GmbH. Zumindest mittlerweile. Kundenkontakt und Mitarbeitergewinnung über sämtliche soziale Netzwerke zum Beispiel, doch aller Anfang ist schwer: „Die Digitalisierung macht alles schnell. Aber bis man dahin kommt – eine Katastrophe.“

Fortwährender Gedankenaustausch

Karl-Josef Laumann (CDU) muss schmunzeln als er den lebhaften Ausführungen des Handwerkers zuhört. Der NRW-Arbeitsminister ist heute zu Gast bei den Iserlohner Werkstätten am Standort Karree 38 am Vödeweg. Auch die Werkstätten nehmen seit Anfang des Jahres an dem Projekt „Mentoring 4.0“ teil, das auch dazu beigetragen hat, die Schuster GmbH digital auf die Schiene zu setzen.

Bei dem Mentoring-Projekt werden mit Unterstützung von Lotsen in Unternehmen interne Teams gebildet, um sich wechselseitig weiterzubilden, also gewissermaßen fortwährend einen Gedankenaustausch und Wissensmanagement betreiben. Im Bezug auf die Digitalisierung allerdings bedeutet dies in der Regel, die jüngeren Mitarbeiter schulen die älteren, also bisweilen auch auch eigene Vorgesetzte.

„Das Wichtigste ist eine Atmosphäre des Vertrauens und die Hemmnis zu nehmen. Die Mitarbeiter müssen sagen können, ich hab in diesem Bereich ein Defizit, bitte hilf mir“, erklärt Christopher Pohle, einer der Lotsen des „mib Management Instituts“ in Bochum, das Firmen bei dem geförderten Projekt betreut.

Für die Werkstätten erzählen Gabriele Tolksdorf, Kathrin Weber und Claudia Salterberg von eigenen Erfahrungen mit dem Mentoring-Projekt. „Grundsätzlich funktioniert für uns alles gut, was als Film aufbereitet wird oder app-basiert funktioniert“, erklärt Claudia Salterberg. Werkstätten-Geschäftsführer Martin Ossenberg versteht das Projekt auch als Beitrag, „Barrierefreiheit“ auch in den Köpfen der Menschen herzustellen. Wie berichtet, sollen im Karree 38, wo die Werkstätten Hauptmieter sind, Digitalisierung und Wissens-Management künftig eine große Rolle spielen. Zu den Gästen zählte auch Landrat Thomas Gemke.

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