Stadtwerke

Millionen für Fernwärme

Die Förderbescheide sind übergeben worden.

Die Förderbescheide sind übergeben worden.

Foto: Foto: Privat

Iserlohn.  Die Stadtwerke Iserlohn haben nun Förderbescheide vom Regierungspräsidenten für Projekte in Gerlingsen und am Reiterweg erhalten

Die Stadtwerke Iserlohn verfolgen zwei größere Fernwärmeprojekte, eines davon in Gerlingsen und eines im Bereich Reiterweg. Nun gibt es dafür auch zwei Förderbescheide aus dem Landesprogramm „progres.nrw – Programmbereich Wärme- und Kältenetze“.

Regierungspräsident Hans-Josef Vogel hat sie jetzt an die beiden Stadtwerke-Geschäftsführer Reiner Timmreck und Dr. Klaus Weimer übergeben. Durch das Landesprogramm wird Infrastruktur gefördert, die eine effiziente und klimafreundliche Wärmeversorgung ermöglicht.

Zum Projekt in Gerlingsen: Die Gebäude entlang der Barbarastraße, der Michaelstraße und der Straße Am Sonnenbrink sind noch nicht an das Fernwärmenetz angeschlossen. Die Wärmeversorgung beruht auf dezentralen, zum Teil veralteten Erzeugungsanlagen mit unterschiedlichen Energieträgern. Für den Fernwärmeanschluss sind der Verteilnetzausbau und der Ausbau der Kapazität des vorgelagerten Leitungsnetzes erforderlich. Die Versorgung des neu zu errichtenden Verteilnetzes erfolgt durch den Anschluss an das bereits bestehende Fernwärmeversorgungsnetz im Stadtteil Hombruch. Gefördert wird das Projekt mit 1.747.015 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln. Der Eigenanteil der Stadtwerke liegt bei 1,2 Millionen Euro. Außerdem gibt es noch 700.000 Euro Zuwendung durch das Kraftwärmekopplungsgesetz (KWKG).

Bis September 2021 sollalles umgesetzt sein

Das Projektgebiet „Am Reiterweg“ hat folgende Ziele: Die Gebäude in dem Bereich sind dezentral versorgt beziehungsweise an ein Nahwärmenetz angeschlossen, das zum Areal des zu Beginn der 90er aufgegebenen Britischen Militärhospitals gehörte. Dieses Nahwärmenetz unbekannten Baujahres wurde Mitte der 90er Jahre von den Stadtwerken Iserlohn übernommen. Qualitativ entspricht es nicht den aktuellen Standards für den Bau von Fernwärmeleitungen. Dadurch sei es in den letzten Jahren zu zahlreichen Schäden am Rohrnetz gekommen. Die Wärmeverluste liegen nach Angaben der Stadtwerke bei über 50 Prozent. Die Gebäude sollen an das zentrale Fernwärmenetz angeschlossen werden. Dafür sind der Verteilnetzausbau entlang des Reiterwegs und in einem Abschnitt der Ausbau der Kapazität im vorgelagerten Leitungsnetz erforderlich. Dieses Projekt wird ebenfalls aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln in Höhe von 790.951 Euro gefördert. Hier liegt der Eigenanteil der Stadtwerke bei 500.000 Euro, 110.000 Euro kommen vom KWKG. Mit den beiden Projekten sei ein Angebot der Stadtwerke an die jeweiligen Anlieger verbunden, sich klimafreundlich und effizient aus dem zentralen Wärmenetz der Stadtwerke Iserlohn zu versorgen.

Der zeitliche Ablauf: Thomas Armoneit, Stadtwerke-Bereichsleiter Technisches Management, hofft, dass beide Projekte bis September 2021 realisiert sein werden, als Baubeginn wird der Herbst 2019 anvisiert. Das setzt aber voraus, dass weitere Schritte wie Ausschreibung etc. reibungslos verlaufen. In Gerlingsen ist bereits mit Wohnungsgesellschaften über Anschlüsse gesprochen worden. Beim Reiterweg ist die Gesamtschule nicht Bestandteil des Projektes, sie ist bereits ans Fernwärmenetz angeschlossen. Nach Möglichkeit sollen auch Gewerbebetriebe im Projektbereich als Kunden gewonnen werden.

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