Musikschule

Mehr Konzerte und mehr Letmathe

Kulturdezernent Jochen Köhnke (li.) und Musikschulleiter Paul Breidenstein haben gestern das Musikschulprogramm vorgestellt.

Kulturdezernent Jochen Köhnke (li.) und Musikschulleiter Paul Breidenstein haben gestern das Musikschulprogramm vorgestellt.

Foto: Ralf Tiemann

Iserlohn.  36 aus über 100: Das neue Jahresprogramm der Musikschule Iserlohn liegt vor.

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Vor dem Ausblick stand bei der Vorstellung des Jahresprogramms der Musikschule gestern der Rückblick. Und da hob Kulturdezernent Jochen Köhnke die Eröffnung der Trillingschen Villa in Letmathe hervor und die im Ganzen positive Entwicklung der Zweigstelle unter der Leitung von Laura Holzwarth. Eine Entwicklung, die durchaus Auswirkungen auf das laufende Jahr hat. Denn fast ein Drittel der der Konzerte aus dem Jahresprogramm finden inzwischen in Letmathe statt,“ wie Köhnke anmerkte. Für Letmathe sei das eine hervorragende Entwicklung: „Wir kommen damit den Wünschen in einem Stadtteil nach, in dem die Musikschule sehr stark nachgefragt wird.“

Musikschule leistet echte Stadtteilarbeit

Überhaupt gehe die Musikschule immer stärker raus zu Menschen, anstatt nur einzuladen, wie Musikschulleiter Paul Breidenstein mit einem Blick auf die Veranstaltungsorte ergänzte. Parktheater, Johanneskirche, Stenner-Forum, Aloysius-Kirche, Autohaus Nolte, Bauernkirche, Friedenskirche – „Wir leisten echte Stadtteilarbeit.“

36 Konzerte sind in dem neuen Programmheft enthalten, und das ist wie immer nur die Spitze des Eisberges von mehr als 100 Konzerten und konzertanten Beiträgen, die die Einrichtung auch 2020 wieder vor der Brust hat.

Einige durchaus größere Kooperationsprojekte wie die der Bigband mit dem MJO Mitte August oder die des Percussion-Ensembles mit der Kinderkantorei Mitte Mai haben es aus Platzgründen noch nicht einmal ins Programm geschafft – und das, obwohl das Faltblatt schon von drei auf vier Seiten erhöht wurde.

Im Programm aber natürlich die Kammerkonzerte, von denen es in diesem Jahr erstmals neun Stück gibt – erneut mit einem hohen Anteil aus dem konzertfreudigen Lehrerkollegium. Eröffnet wird die Reihe aber am kommenden Sonntag mit einem echten Paukenschlag, wenn die weltweit aktive Geigern Liv Migdal im Konzertsaal der Musikschule auftritt (siehe Zweittext rechts).

Besondere Aufmerksamkeit verdienen sicherlich die Sonderkonzerte, die ohne die Unterstützung des Freundeskreises der Musikschule nicht möglich wären. Dazu zählen natürlich die Internationalen Herbsttage für Musik, die dieses Jahr einen Monat früher laufen als sonst (1. bis 6. September), deren Gaststar aber wie immer zu Jahresbeginn noch nicht verraten wird.

Lange Nacht der Kultur mit Finale auf dem Fritz-Kühn-Platz

Eine besondere Großveranstaltung erwartet die Iserlohner auch am Samstag, 6. Juni, bei der „Langen Nacht der Kultur“, die auf Initiative der Iserlohner Service-Clubs ab 18 Uhr in allen Kultureinrichtungen stattfindet und am späten Abend gegen 23 Uhr einen gemeinsamen Abschluss auf dem Fritz-Kühn-Platz findet. An der Gartenstraße wird es dabei „Schmackhaftes aus der Musikschule“ geben. Dazu kommen in den kommenden Monaten wieder eine Fülle an Orchester-, Ensemble- und Fachbereichskonzerten.

„Wir sind hier auf einem sehr hohen Niveau unterwegs“, lobte Köhne die Arbeit des ganzen Teams. Und das beziehe sich nicht nur auf die Breite, sondern auch auf die Spitze. Eine dieser Spitzen durften die Iserlohner am Samstag beim Neujahrsempfang im Parktheater bewundern: Der Sänger und Pianist Robin Beckmann, der dort das Programm musikalisch umrahmte, hat das Klavierspielen einst bei Paul Breidenstein in der Musikschule gelernt.

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