Filmpreisverleihung

Iserlohner Schüler für Kurzfilm „#BellasFoto“ ausgezeichnet

Grund zum Feiern: Die Schüler der Carl-Sonnenschein-Schule haben es mit ihrem Kurzfilmprojekt #BellasFoto auf den zweiten Platz der Drehmomente-Filmpreisverleihung geschafft.

Grund zum Feiern: Die Schüler der Carl-Sonnenschein-Schule haben es mit ihrem Kurzfilmprojekt #BellasFoto auf den zweiten Platz der Drehmomente-Filmpreisverleihung geschafft.

Foto: Carolin Meffert

Sümmern.  Schüler der Carl-Sonnenschein-Schule haben einen Kurzfilm über Cybermobbing gedreht. Beim „Drehmomente“-Wettbewerb holten sie den zweiten Platz.

Snacks und Getränke stehen bereit, so wie es sich für einen Filmabend – oder wie in diesem Fall Filmvormittag gehört. Besonders wenn der eigene Film im Rahmen eines landesweiten Filmwettbewerbs gezeigt wird. Im Klassenraum der Klasse 8 an der Carl-Sonnenschein-Schule ist die Leinwand aufgestellt, ein Countdown zählt die Minuten, bis die Preisverleihung der „Drehmomente 2020“ beginnt, die in diesem Jahr Corona-bedingt online ausgestrahlt wird. „Eigentlich wären wir heute ins Dortmunder U zur Preisverleihung gefahren“, berichtet Lehrer Kai Bolte.

Stattdessen also im kleinen Rahmen im Klassenraum. Tobias und Maurice verfolgen gemeinsam mit ihrem Lehrer Kai Bolte, der die Projektleitung übernommen hatte, und Sabine Hahn, die eine kleine Nebenrolle im Film übernahm, im Klassenraum die Preisverleihung, während Leonie, Josie und Kassandra per Videochat dazu geschaltet wurden. Schließlich ist es so weit. Neben den sieben Konkurrenz-Filmen wird auch ihr eigener Kurzfilm „#BellasFoto“ gezeigt, der sich mit Cybermobbing auseinandersetzt. „Es wird schwer, uns gegen die Konkurrenz durchzusetzen“, stellt Maurice beim Schauen der anderen Filme fest. Doch bei der Verkündung der ersten drei Plätze steht schließlich fest: Mit „#BellasFoto“ haben sie sich den zweiten Platz gesichert. Große Freude bricht bei den Schülern und Lehrern aus, die auf den gemeinsamen Erfolg mit einem Glas alkoholfreiem Sekt anstoßen.

Und darum geht es in ihrem Kurzfilm-Drama: Als Schülerin Bella herausfindet, dass sich Mitschülerin Yanina an ihren Freund Milan „ranmacht“, rächt sich Yanina, indem sie ein Nacktfoto von Bella herumschickt, das sie in der Gemeinschaftsdusche gemacht hat.

Mit dem Thema Cybermobbing hatten sich die Achtklässler der Carl-Sonnenschein-Schule im Vorfeld auseinandergesetzt. „Dann entstand der Wunsch, einen Film zu der Thematik zu drehen“, berichtet Kai Bolte. Die Filmothek der Jugend NRW hatte zu Beginn des Jahres die Möglichkeit geboten, mit professioneller Unterstützung eine Kurzfilmproduktion umzusetzen.

Zwei anstrengende Drehtageliegen hinter den Schülern

Die Schüler der Carl-Sonnenschein-Schule konnten nach erfolgreicher Bewerbung Anfang März ihre ersten Filmerfahrungen sammeln. „Das waren wirklich zwei anstrengende Tage. Wir haben hart gearbeitet und hatten nur sehr wenige Pausen“, berichtet Josie, die die Rolle der Bella übernommen hatte. „Es war manchmal gar nicht so leicht, bei den Dreharbeiten ernst zu bleiben und nicht anzufangen zu lachen“, ergänzt Mitschülerin Kassandra. „Jeder Schüler hat seine Aufgabe gefunden, ob als Schauspieler oder in der Technik“, freut sich Projektleiter Kai Bolte.

„#BellasFoto“ läuft unter www.drehmomente-nrw.de .

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben