Umweltschutz

FfF erreicht nun alle Generationen

Bis zu 1300 Menschen demonstrierten in der Spitze gestern bei „Fridays for Future“ – lautstark und friedlich.

Bis zu 1300 Menschen demonstrierten in der Spitze gestern bei „Fridays for Future“ – lautstark und friedlich.

Foto: Emily Karacic

Iserlohn.  Deutlich über 1000 Menschen nahmen an der jüngsten Auflage von „Fridays for Future“ in Iserlohn teil.

Der Lärm ist ohrenbetäubend, als sich der Zug aus Menschen vom Hemberg-Parkplatz aus in Richtung Innenstadt in Bewegung setzt. Deutlich über 1000 Menschen, in der Spitze wohl etwa 1300, ziehen mit Trillerpfeifen und Plakaten am Morgen in Richtung Innenstadt, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren.

„Auf einmal sieht man, wie viele dahinter stehen“

Auffällig gleich auf den ersten Blick im Vergleich zur letzten Auflage von „Fridays for Future“ im Mai: Deutlich mehr ältere Menschen sind gekommen. Gemeinde-, (wenige) Partei- und Verbändevertreter einerseits, andererseits auch interessierte Bürger oder Menschen, die sich etwa beim Gang des Zuges durch die Stadt spontan entschlossen hatten, mitzulaufen und den Vorträgen auf dem Schillerplatz zuzuhören.

„Am Anfang glaubt man, dass es bestimmt nicht so viele werden, dann sieht man auf einmal die Masse und erkennt, wie viele Menschen hinter dem Thema stehen“, freut sich Jana Norina vom Orga-Team. „Es sind mehr als erwartet“, ist auch Teammitglied Christian zufrieden.

Bei der Kundgebung selbst und auch auf den zahlreichen Plakaten werden wieder die bekannten Forderungen vorgetragen. Die Politik soll Schluss machen mit dem kategorischen Konjunktiv, mit dem „hätte“, dem „sollte“, dem „könnte“. Soll endlich die Verkehrswende konsequent angehen. Die Energiewende. Anfangen, zu „machen“ – alles im Sinne des Klimaschutzes.

„Ordentlich, friedlich, freiheitlich“, solle es zugehen, sagt Luca, ebenfalls vom Orga-Team. Und sauber natürlich auch, weswegen von Demo-Teilnehmern unterwegs gleich mehr als zwei Säcke Müll gesammelt werden. „Seid laut, das Rathaus soll uns hören“, sagt Luca dann am Schillerplatz. Wirklich präsent ist die Verwaltung hier aber nicht.

Reden gibt es dann unter anderem von Gottfried Abrath, Umweltschutzbeauftragter beim evangelischen Kirchenkreis („Man braucht keinen SUV zum Überleben“), Ute Schulmeister von der ABO Wind AG („Der Klimawandel straft die, die am wenigsten dafür können“), Dr. Günther Coen von „Scientists for Future“ und Vertretern des Kinder- und Jugendrates. Abschluss der Veranstaltung ist dann gegen 14 Uhr.

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