Kultur

Erstes Hofmusik-Festival für alle Sinne

Ihr erstes Hofmusik-Festival in Rheinen organisieren Sarah Chloé Mikus und Martin Kallnischkies, die gestern noch mit dem Aufbau von Tischen, Stühlen und anderen Accessoires alle Hände voll zu tun hatten.

Ihr erstes Hofmusik-Festival in Rheinen organisieren Sarah Chloé Mikus und Martin Kallnischkies, die gestern noch mit dem Aufbau von Tischen, Stühlen und anderen Accessoires alle Hände voll zu tun hatten.

Foto: Cornelia Merkel

Rheinen.  Musikalische Hochkultur trifft Landliebe mit regionalen Brauspezialitäten, Lammbratwurst und Potthucke beim ersten Hofmusik-Festival.

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„Der Vorverkauf läuft gut“, verrät Orchesterdisponentin Sarah Chloé Mikus, die zusammen mit Orchestergeschäftsführer Martin Kallnischkies ihr erstes klassisches Hofmusik-Festival auf dem Bauernhof ihrer Eltern ausrichtet. Die Wiesen am Osterfeldweg sind gemäht für Parkplätze, Bühne und 400 Regiestühle, auf denen ab heute Abend Klassik-Musikfans aus der Region Platz nehmen können.

Alle Hände voll zu tun haben bis zum Auftakt die Organisatoren des ländlichen Freiluft-Festivals, das heute mit dem Auftritt des gefragten Pianisten Alexander Krichel startet. Der Steinway-Flügel und die Bühne werden noch am Vormittag geliefert. Ein Container voller gepolsterter Klappstühle, rustikale hölzerne Stehtische mit Sonnenschirmen von der Drüpplingser Fassschmiede und Paletten mit anderen dekorativen Accessoires sowie Stände für Essen und Trinken bauen sie mit Helfern auf. Auch die Sitzgruppen um Tische mit Strohballen. Die mediterranen Salate und die Potthucke sind ebenfalls „in der Mache“. Im Toilettenwagen gibt’s neben Frottee-Handtüchern auch Mückenspray.

„,Macht das den Kühen nichts aus, wenn hier ein Konzert mit 400 Zuhörern stattfindet?’, fragte ein Freund“, erzählt Hausherrin Doris Mikus lachend. „Meine Antwort war: Das ist nicht Wacken. Wir sind ja alte Hasen mit der Bauernolympiade und dem Osterfeuer, aber das Hofmusik-Festival ist ne ganz andere Hausnummer.“ Sie ist dankbar für die vielfältige Unterstützung aus ihrem Vereinsnetzwerk im Norden.

Martin Kallnischkies schraubt seit Mittwoch die Regiestühle zusammen, die extra für dieses Event angeschafft wurden, damit die Musikfans bequem sitzen. Er hat schon Klassikpicknicks organisiert, bei denen die Zuhörer auf dem Boden oder auf Hockern saßen. „Beim ersten Hofmusik-Festival ist der Anspruch ein anderer. Es wird ein Festival für alle Sinne“, verrät Sarah Chloé Mikus: „Von der regionalen Lammbratwurst über die heimische Spezialität Potthucke und Bier aus der Waldstadtbrauerei über Moselweine bis zum besonderen Helmut-Gin ist für jeden etwas dabei.“

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