Mordprozess

Doppelmord in Iserlohn – Gericht verkündet härtestes Urteil

Sphejtim H. nimmt Platz vor der Urteilsverkündung im Saal 201 des Hagener Landgerichts, hier mit Strafverteidiger Andreas Trode und Dolmetscherin.

Sphejtim H. nimmt Platz vor der Urteilsverkündung im Saal 201 des Hagener Landgerichts, hier mit Strafverteidiger Andreas Trode und Dolmetscherin.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Iserlohn/Hagen.  Der 44-jährige Sphejtim H. ist des zweifachen Mordes in einem besonders schweren Fall schuldig gesprochen worden und soll lebenslang in Haft.

Sphejtim H. ist zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Hagener Schwurgericht hat ihn am Mittwochnachmittag wegen Mordes in zwei Fällen schuldig gesprochen und überdies eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Einen Antrag auf Aussetzung der restlichen Freiheitsstrafe kann der Angeklagte somit nicht nach bereits 15 Jahren stellen. Das Gericht folgt damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft.

Der 44-Jährige hatte am 17. August seine von ihm getrennt lebende Ehefrau Nafije H. (32) und deren neuen Partner Amir N. (23) am Stadtbahnhof Iserlohn vor zahlreichen Zeugen mit einem Küchenmesser erstochen. Die Verteidigung hatte einer besonderen Schwere der Schuld widersprochen und niedrige Beweggründe bei der Tötung des weiblichen Opfers angezweifelt. Strafverteidiger Andreas Trode hat angekündigt, gegen das Urteil Revision einzulegen.

Der Angeklagte hatte im Verfahren geschwiegen, erst nach den Schlussplädoyers ergriff er das Wort und sagte, seine Frau und deren Baby – das die Tat unverletzt überlebte – täten ihm leid. (Bericht folgt)

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