SPD-Mitgliederversammlung

Bürgermeister „bester Botschafter der Stadt“

Martin Luckert warb am Donnerstagabend bei einer Mitgliederversammlung der SPD für seine Bürgermeisterkandidatur. Das Motto: „Leidenschaft für Lösungen“.

Martin Luckert warb am Donnerstagabend bei einer Mitgliederversammlung der SPD für seine Bürgermeisterkandidatur. Das Motto: „Leidenschaft für Lösungen“.

Foto: Stefan Drees / IKZ

Iserlohn.  Eine SPD-Mitgliederversammlung bestätigt die Nominierung von Martin Luckert als Bürgermeisterkandidat.

„Danke für Eure Unterstützung. Ich werde für das bestmögliche Ergebnis bei der Kommunalwahl kämpfen“: Das sagte am Donnerstagabend der designierte Bürgermeisterkandidat der SPD, Martin Luckert, nachdem in eine Mitgliederversammlung der Iserlohner SPD kurz zuvor in dieser Funktion bestätigt hatte (wir berichteten kurz). Martin Luckert erhielt 28 Ja-Stimmen, zwei Mitglieder stimmten gegen ihn, drei enthielten sich der Stimme. Versammlungsleiter Volker Keitmann hatte zuvor noch die Frage gestellt, ob es möglicherweise weitere Bewerber gebe. Nein, keiner im Fanny-van-Hees-Saal ergriff daraufhin das Wort.

Genau genommen ist das Votum der Mitgliederversammlung eine Wahlempfehlung, denn im kommenden Frühjahr, so die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Eva Kitz, werde es noch eine Delegiertenversammlung geben, in der die SPD dann ihren Bürgermeisterkandidaten offiziell aufstellen wird. Die Delegierten dieser Versammlung werden zuvor von den Ortsvereinen gewählt.

Martin Luckert, gebürtiger Thüringer, lebt seit August 2018 in Iserlohn. Seine erfolgreiche Bewerbung als Geschäftsführer der SPD-Fraktion brachte in hier hin. Bei seinem ersten Besuch in Iserlohn sei er positiv überrascht gewesen, insbesondere von der sehr belebten Innenstadt, so Luckert vor der Mitgliederversammlung. Das sei bei Städten dieser Größenordnung nicht selbstverständlich. Heute könne er sagen, dass er „gerne hier wohnt und arbeitet.“ Er sprach von hoher Lebensqualität. Worauf er mit diesem „Schlenker“ hinaus wollte: „Ein Bürgermeister muss transportieren, was es Gutes in der Stadt gibt. Er muss der beste Botschafter seiner Stadt sein.“

„Leidenschaft für Lösungen“ überschreibt Luckert seine Kampagne. Er sprach von einem starken Mittelstand, er wolle Voraussetzungen für gute Arbeit schaffen. Und: „Ich möchte erreichen, dass es in Iserlohn möglich ist, die unterschiedlichsten Lebensentwürfe zu realisieren“, sagte der 31-Jährige. Kinder und Jugendliche benötigten die besten Startvoraussetzungen für ihren Weg in eine gute Zukunft. Gebührenfreie Kitas – ein sozialdemokratisches Projekt – gehörten ebenso dazu wie bestmöglich ausgestattete Schulen. Die Gesamtschule am Seilersee sei richtigerweise nach neuestem Stand gebaut worden, nun aber gelte es, auch die übrigen Schulen Zug um Zug nachzurüsten.

Einstellen wolle er einen Citymanager, der sich auch um Leerstände kümmere. Und er sei sich bewusst, dass die Stadt zwei Innenstädte habe, Iserlohn und Letmathe. Kultur, Sport, Freizeit, da habe Iserlohn Einiges zu bieten. Luckert sagte, er wolle das weiter ausbauen. Solche weichen Faktoren seien auch wichtige Rahmenbedingungen für Unternehmen.

Digitalisierung: Ein zentralesRathaus hat sich überlebt

Zum Rathaus: Man stehe in einem starken Wettbewerb, wenn es darum gehe, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen oder zu halten. Daher sei Mitarbeitermotivation ein wichtiger Baustein, es müssten planbare Aufstiegsmöglichkeiten aufgezeigt werden. So könne man als Arbeitgeber konkurrenzfähig bleiben.

Und zur baulichen Hülle eines Rathauses meinte Martin Luckert: „In Zeiten der Digitalisierung hat sich ein zentrales Rathaus überlebt. Nötig sei ein repräsentatives Gebäude für Bürgermeister, Verwaltungsspitze und die Fraktionen. Diese Rolle könne das Alte Rathaus nach Auszug der Stadtbücherei übernehmen. Und es brauche ein Bürgerbüro in zentraler Innenstadtlage. Hier solle der Bürger alles erledigen können – ohne sich Gedanken darüber machen zu müssen, welche Abteilung für sein Anliegen vielleicht zuständig sein könnte. Weiterhin forderte Luckert den Mut, Iserlohn zur „Smart City“ zu entwickeln. „Ich habe den Mut“, sagte der SPD-Politiker.

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