Baumaßnahme

Baarbach soll in Zukunft leise plätschern

Stefan Dörpinghausen, Thorsten Grote und Nicole Neuhoff freuen sich üver den Start der Baumaßnahme.

Stefan Dörpinghausen, Thorsten Grote und Nicole Neuhoff freuen sich üver den Start der Baumaßnahme.

Foto: Kevin Pinnow

Iserlohn.  Bauarbeiten zur Offenlegung des Gewässers „In der Läger“ haben begonnen. Die Kosten betragen rund 2,4 Millionen Euro

Die Bagger rollen, die Arbeiten zur Offenlegung des Baarbachs im Bereich „In der Läger“ haben begonnen. „Wir sind froh, dass diese nicht ganz gewöhnliche Maßnahme jetzt endlich los geht“, freut sich Stadtbaurat Thorsten Grote. Ungewöhnlich deshalb, weil lediglich 400 Meter Bachlauf im Bereich zwischen der Lägerbachstraße 1 und der Einmündung in die Einsteinstraße freigelegt werden sollen. Kosten soll das ganze knapp 2,4 Millionen Euro, aufgrund der ökologischen Verbesserung bezuschusst mit Landesfördermitteln in Höhe von etwas mehr als einer Million Euro.

„Das hört sich nach viel Geld für wenig Bach an“, gibt Grote zu. Allerdings sei die Renaturierung in vielerlei Hinsicht sinnvoll. Zum einen sei die Offenlegung des Baarbaches aus ökologischer Sicht von großer Bedeutung, zum anderen würde aufgrund dieser Maßnahme die städtebauliche Qualität in diesem Bereich noch einmal deutlich erhöht. Und nicht zuletzt mache die Neugestaltung auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten Sinn. Die vorhandene Verrohrung des Baarbaches weise im Bereich der Freizeitanlage „In der Läger“ nämlich bauliche Mängel auf, hätte somit saniert werden müssen. Die Kosten für diese Maßnahme hätten sich auf rund 1,2 Millionen Euro belaufen, wären aber anders als die Renaturierung nicht mit Fördermitteln unterstützt worden und hätten somit komplett von der Stadt finanziert werden müssen.

Neugestaltung günstiger alsdie Sanierung der Verrohrung

Anstelle der Sanierung und der Aufdimensionierung der vorhandenen Verrohrung wird der Baarbach in diesem Bereich nun als offenes und naturnah gestaltetes Gewässer angelegt. Damit kommt die Stadt außerdem ihrer gesetzlichen Gewässerausbauverpflichtung nach. Da dies allerdings auf einer Altlastenfläche geschieht, muss das neue Bachbett zum Untergrund hin abgedichtet werden. Dies erfolgt über den Einbau von Betonitbahnen. Die Stadt Iserlohn hat die Firma Geschwister Balter aus Losheim (Eifel) mit der Ausführung der Arbeiten beauftragt.

Während der Baumaßnahme sind die betroffenen Abschnitte der Straße „Kühler Grund“ und „Lägerbachstraße“ zeitweise nur eingeschränkt nutzbar. „Wir werden den Gehweg sperren müssen, richten allerdings einen Behelfsgehweg entlang der Straße ein“, erklärt Stefan Dörpinghaus von der Abteilung Stadtentwässerung.

Oberfläche der Straße „In der Läger“ wird erneuert

Der Verkehr auf der Straße „In der Läger“ wird dauerhaft aufrecht erhalten – zumindest im Bezug auf diese Baumaßnahme. In den kommenden Wochen wird nämlich der Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer die völlig marode Oberfläche erneuern, dafür muss dann ein Teil der Fahrbahn gesperrt werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben