Dortmunder Straße

Am Freitag wird die Brücke freigegeben

Der neue Bodenbelag aus Kunststoffbohlen ist gut zu erkennen, ebenso das auf 1,30 Meter erhöhte Geländer. Im Hintergrund sind Handwerker dabei, die letzten Lücken zu schließen.

Der neue Bodenbelag aus Kunststoffbohlen ist gut zu erkennen, ebenso das auf 1,30 Meter erhöhte Geländer. Im Hintergrund sind Handwerker dabei, die letzten Lücken zu schließen.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Kostenrahmen und Zeitplan für Sanierung werden eingehalten und weniger „Frischholz“ verbaut, als geplant.

Am Freitag soll die Fußgängerbrücke über die Dortmunder Straße – eine wichtige Verbindung zwischen Dördel und Hauptfriedhof – wieder freigegeben werden. Und dann wird sie zugleich auch eine Radfahrerbrücke sein. Denn das neue Geländer – eine Stahlkonstruktion – hat eine Höhe von 1,30 Metern. Hoch genug, damit Radfahrer zum Überqueren der Brücke nicht mehr absteigen müssen. „Wir haben hier zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“, kommentierte der Leiter des Bereiches Infrastruktur, Stefan Thiemann, das Vorgehen. „Das alte Holzgeländer war marode und musste ohnehin ersetzt werden.“

Eine weitere große Veränderung im Rahmen der Sanierung (wir berichteten) hat es beim Bodenbelag gegeben. Der alte marode Holzboden wurden durch rutschfeste Kunststoffbohlen ersetzt.

Durch ein spezielles Verbundsystem bilden die neuen Bohlen nun eine wasserdichte Fläche. Der entscheidende Vorteil: Regenwasser erreicht künftig nicht mehr die darunter befindliche tragende Holzkonstruktion. Und das soll die Lebensdauer des Bauwerks zusätzlich verlängern. Überhaupt betonte Thiemann, dass die Sanierung genau zum richtigen Zeitpunkt erfolgt sei. So sei vieles noch zu retten gewesen, ein paar Jahre weiter hätte das ganz anders aussehen können. So könne nun davon ausgegangen werden, dass die Brücke noch rund 30 Jahre ihren wichtigen Dienst leisten kann.

Bauleiter Alexander Sprung verdeutlichte, dass mit dem sensiblen Baustoff Tropenholz sehr verantwortungsvoll umgegangen worden sei. So ist von dem für Ausbesserungen georderten Holz einiges übrig geblieben. Im Märkischen Stadtbetrieb Iserlohn-Hemer wird es einen dankbaren Abnehmer finden. Es soll für Ausbesserungsarbeiten an Spielplätzen verwendet werden. Wie es zu dem „Holzüberschuss“ kommt? Einige Teile, die für einen Austausch vorgesehen waren, konnten doch noch erhalten werden. Das war aber erst deutlich geworden, nachdem der alte Holzboden abgetragen war. Ausbesserungen und die Entfernung von Schadstellen konnten am Ende einen Austausch überflüssig machen. Und es wurde durchaus kreativ vorgegangen. So wurden beispielsweise noch intakte Pfosten des alten Geländers für Ausbesserungen passend zugeschnitten. Auch das senkte den Bedarf an „Frischholz“.

Was bei den Sanierungsarbeiten auffiel: Die Brücke, so Alexander Sprung, war auf der zum Dördel hin gelegenen Seite in einem insgesamt schlechteren Zustand. Die Erklärung: Hier liegt die Brücke häufiger im Schatten der umliegenden Bäume, so dass sich Feuchtigkeit länger halten konnte. Durch den neuen wasserdichten Bodenbelag aus Kunststoff soll dieser Effekt künftig aber keine so große Rolle mehr spielen. Und Stefan Thiemann ist froh, mit dem Kunststoffboden eine gute Alternative gefunden zu haben, die künftig auch bei vergleichbaren Sanierungen zum Einsatz kommen soll, so beispielsweise bei der kleinen Brücke über den Baarbach, die den Radweg an das Museumsdorf in Barendorf anbindet.

Beschilderung wirdregelmäßig überprüft

Insgesamt zieht Bauleiter Alexander Sprung eine positive Bilanz bei der Brückensanierung. Der gesetzte Kostenrahmen von 160.000 Euro dürfte am Ende nicht voll ausgeschöpft werden, auch der Zeitplan sei eingehalten worden. Bis zur Freigabe am Freitag müssen noch fehlende Teile des Geländers installiert werden. Die entsprechenden Arbeiten waren beim gestrigen Vor-Ort-Termin in vollem Gange.

Kritisiert worden war zwischenzeitlich die Verkehrsführung während der Bauarbeiten. Zwar führte die Verengung von zwei auf einen Fahrstreifen in die jeweilige Richtung kaum zu Verkehrsbehinderungen, die SPD hatte aber moniert, dass auf die Verengung nicht rechtzeitig durch Schilder hingewiesen worden sei. Zu diesem Zeitpunkt, so Alexander Sprung, habe die Verkehrsführung ohnehin vor einer Umstellung gestanden. Nach der Umstellung sei nicht mehr abschließend zu klären gewesen, ob es tatsächlich einen Missstand bei der Beschilderung gegeben habe. Möglicherweise hätten auch Unbekannte sich an der Beschilderung zu schaffen gemacht. Das bestätigte Angela Schunke, Bereichsleiterin Sicherheit und Ordnung. In mindestens einem Fall sei ein Schild abhanden gekommen, auch sei ein Schild in einem Gebüsch entdeckt worden. Aktuell werde die Ausschilderung der Baustelle daher regelmäßig überprüft.

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