Einzelhandel

Alle spielten mit – auch das Wetter

Spaß beim Heimat-Shoppen mit Rabatten: Der „Schwatte Freitach“ kam gut an.

Spaß beim Heimat-Shoppen mit Rabatten: Der „Schwatte Freitach“ kam gut an.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Zum ersten Mal hatte die Iserlohner Werbegemeinschaft zum „Schwatten Freitach“ eingeladen und einen Erfolg gelandet.

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„Irgendwie hat doch alles gepasst“, sagt Volker Hellhake, 2. Vorsitzender der Iserlohner Werbegemeinschaft, am Tag Eins nach dem ersten „Schwatten Freitach“ der Einzelhändler in der Innenstadt. „Es gab keinen Regen, die Leute hatten ihren Lohn oder ihr Gehalt – vielleicht sogar doppelt – auf dem Konto, und auch der Weihnachtsmarkt trug zum beachtlichen Erfolg der Marketing-Aktion bei.“ Der Handel, so Hellhake, müsse heutzutage mit solchen Aktionen reagieren, um zum Beispiel dem „Black Friday“ im Internet etwas entgegensetzen zu können. „Der Online-Handel macht an diesem Tag den größten Umsatz im Jahr, da muss der Einzelhandel vor Ort reagieren und dem Verbraucher eine Alternative anbieten“, sagt der „Life-Sport“-Chef.

Genau das scheint bei Kunden gut angekommen zu sein. Die Fußgängerzone war am Freitagabend deutlich länger belebt, als an einem „normalen“ Freitag. Vor allem Modeläden, Elektro-Märkte und -Abteilungen sowie Geschäfte mit Geschenken konnten sich über Zuspruch nicht beschweren.

Die Randzonen sindnoch dunkle Löcher

Wer aber genau hinsah, stellte fest, dass es – je weiter man sich vom Alten Rathausplatz entfernte – umso ruhiger in den Geschäften war. „Die Randzonen, und dazu gehören wir hier unten an der Unnaer Straße auch, sind nach wie vor ein Problem, an dem es zu arbeiten gilt“, sagt denn auch der Vertreter der Werbegemeinschaft. Gehe man von der erleuchteten Wermingser Straße hinein in die Seitenstraßen wie etwa der Knallenbrink, läuft man in ein dunkles Loch. Lichtpunkte seien da schon ein erster Schritt. Auch um den Weg von der Innenstadt zum Parkhaus Altstadt attraktiver zu machen. „Ein Mensch, der ein bisschen ängstlicher ist, traut sich da nicht unbedingt runter“, sagt Hellhake. Die Fußgängerzone brauche mehr Licht, gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit. Für die Werbegemeinschaft sei dies ein besonders wichtiges Thema, das – so sagte Hellhake – im Gespräch sowohl mit Stadtmarketing Chef Dirk Matthiessen als auch mit Stadtbaurat Thorsten Grote vertieft werden soll.

Insgesamt seien die rund 70 Mitglieder der Werbegemeinschaft, die am „Schwatten Freitag“ teilgenommen haben, zufrieden mit den Umsätzen gewesen. „Es war das erste Mal, dass wir fast alle in einem Boot hatten. Und das ist wichtig für die Werbegemeinschaft, um so etwas – aber auch Aktionen anderer Art – in Zukunft weiter anbieten zu können.“ Denn für den Iserlohner Kaufmann mit Jahrzehnte langer Erfahrung im Einzelhandel seien Aktionen wie diese heute unumgänglich. „Wir stehen im Wettbewerb sowohl mit den größeren Nachbarstädten als auch mit dem Internet. Da muss man eben entsprechend reagieren.“

Iserlohn habe Potenzial für mehr, sagt Volker Hellhake, der fest daran glaubt, dass – wenn alle Händler zusammenwirken, um die breite Palette der Geschäfte in Iserlohn vom einfachen Filialisten bis hin zum exklusiven Spezialisten als Stärke zu zeigen – Iserlohn eine Zukunft als Einkaufsstadt hat. „Und auch die Stadt muss mit neuen Ideen und Innovationen ihren Beitrag dazu leisten“, fordert er gleichzeitig ein.

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