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„96 Jahre – das ist aber ganz schön alt!“

Zu ihrem 96. Geburtstag ließ der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler Blumen sprechen, die dem Geburtstagskind Karoline Jakobsohn ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Zu ihrem 96. Geburtstag ließ der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler Blumen sprechen, die dem Geburtstagskind Karoline Jakobsohn ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Foto: Vanessa Wittenburg / IKZ

Iserlohn.  Zu ihrem 96. Geburtstag gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler Karoline Jakobsohn am Mittwoch.

„Aber es ist doch noch gar kein August“, wunderte sich Karoline Jakobsohn am Mittwoch über den ungewöhnlichen Besuch im Seniorenzentrum der AWO an der Schulstraße. Denn da stand der stellvertretende Bürgermeister Michael Scheffler und überreichte ihr freudestrahlend einen weißen Blumentopf mit lila- und pinkfarbenen Orchideen als Geburtstagsgruß, denn Karoline Jakobsohn durfte an diesem 21. August ihren 96. Geburtstag feiern. „Ich erzähle ihr das schon den ganzen Morgen, aber ich glaube, es kommt jetzt erst bei ihr an“, erklärte Katja Geffroy vom sozialen Dienst des Seniorenzentrums.

Karoline Jakobsohn lebt bereits seit 80 Jahren in Iserlohn

Karoline Jakobsohn wurde 1923 in Sabinovka im heutigen Tschechien geboren und kam mit ihrer Familie 1939 nach Iserlohn. Zuletzt lebte sie unweit des Seniorenzentrums an der Schulstraße. Dort zog sie auch ihren Sohn auf, nachdem ihr Mann früh verstorben war. Und sie hat vor vielen Jahren einen Pflaumenbaum in ihrem Garten gepflanzt, der ihr auch heute noch ein Lächeln entlockt und den Bewohnern des Seniorenzentrums auch häufiger frische Pflaumen direkt vom Baum beschert. Seit 2015 wohnt Karoline Jakobsohn nach einem schweren Sturz jetzt im Seniorenzentrum. „Sie war immer sehr viel für sich, aber das macht ihr nichts. Sie ist sehr optimistisch“, berichtete Katja Geffroy.

Ihren Geburtstag beging sie zusammen mit Michael Scheffler, Katja Geffroy und Elvira Mottram vom Sozialen Dienst. Auch zwei Nachbarinnen aus dem Haus ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, Karoline Jakobsohn persönlich zu gratulieren. Als ihre Gäste ihr zu Verstehen gaben, dass das ja schon ihr 96. Geburtstag sei, lachte Karoline Jakobsohn und sagte: „96 Jahre – das ist aber ganz schön alt!“

Zum Lesen braucht sie noch immer keine Brille

Es wurde mit Mineralwasser und alkoholfreiem Sekt angestoßen. Die Gäste sangen zusammen „Viel Glück und viel Segen“, um dem Geburtstagskind die besten Wünsche mitzugeben. Auch wenn Karoline Jakobsohn nicht mehr so gut hören kann, stand ihr die Freude über den Besuch und das Ständchen ins Gesicht geschrieben: sie lachte und wippte mit dem Kopf, als wollte sie tanzen.

Den Gesprächen lauschte sie sehr aufmerksam, es ging um Tiere und die aktuell ansteigende Population der Wespen, die auch schon im Seniorenzentrum an der Schulstraße für Aufruhr sorgte.

Bei ihren Gästen sorgte Karoline Jakobsohn dann auch noch für eine echte Überraschung, denn die Glückwünsche des Bürgermeisters liest sie ganz ohne Brille. „Das ist wirklich erstaunlich, dass sie das noch kann“, befanden die Anwesenden gemeinsam.

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