Advent

70 Aussteller bei „Weihnachtliches Barendorf“

Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel (2.v.re.) verantwortet zum ersten Mal das „Weihnachtliche Barendorf“. Die festliche Beleuchtung hat Hausmeister Frank Drepper schon installiert.

Museumsleiterin Dr. Sandra Hertel (2.v.re.) verantwortet zum ersten Mal das „Weihnachtliche Barendorf“. Die festliche Beleuchtung hat Hausmeister Frank Drepper schon installiert.

Foto: Alexander Barth / IKZ

Iserlohn.  Erstmalig unter der Ägide von Sandra Hertel lädt „Weihnachtliches Barendorf“ zu den beiden kreativen Wochenenden in der Adventszeit ein.

Alle Jahre wieder lädt das „Weihnachtliche Barendorf“ zum Besuch ein, und zwar am zweiten und dritten Adventswochenende. Der kreative Markt mit seinem historisch-romantischen Ambiente hat im vergangenen Jahr Jubiläum gefeiert, mit der nunmehr 26. Auflage könnten die Verantwortlichen zur Tagesordnung übergehen – wenn an dieser Stelle keine Staffelübergabe stattgefunden hätte. Als Weihnachtsmarkt-Chefin feiert die neue Leiterin der städtischen Museen, Dr. Sandra Hertel, Premiere. Unterstützt wird sie dabei von Frank Drepper, der seit Anfang an als Löffelschnitzer mit dabei war und als neuer Hausmeister jetzt die technisch-praktische Umsetzung verantwortet.

Erstmalig Schattentheater auf dem Weihnachtsmarkt

Dr. Sandra Hertels allererster Einsatz wird es nicht, wie sie schmunzelnd verrät: „Als Kind war ich mit der Ballettschule Bauer hier und habe vor dem Café getanzt.“ Daran und an den Markt insgesamt hat die gebürtige Iserlohnerin schöne Erinnerungen und möchte am Grundkonzept nicht rütteln: „Bei der Auswahl haben wir darauf geachtet, den Fortbestand der traditionellen und beliebten Angebote zu gewährleisten und diese sinnvoll zu ergänzen.“

Eine dieser Neuerungen ist Lydia Lückermann, die im Trauzimmer die Kunst des Schattentheaters präsentiert; gezeigt wird das Stück „Das Laternenmädchen“. Wenn sie gerade nicht spielt, zeigt sie Besuchern, wie man mit Filz arbeitet – anders als bei den Schatten gibt es dabei etwas zum Anfassen, denn Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.

Ebenfalls zum ersten Mal mit dabei ist die JVA Drüpplingsen, wo inhaftierte Mädchen im Rahmen eines Kunsttherapieprogramms ihren Alltag im Gefängnis mit Fotos und Bildern darstellen. Da sie ihre Werke nicht selbst auf dem Markt anbieten können, wird eine Betreuerin dies stellvertretend übernehmen.

Ein weiteres neues Gesicht ist eigentlich ein bekanntes: Thomas Herr, sonst zuständig für „Rock in Barendorf“, wird die Besucher mit deftigen Speisen bewirten und hat schon Karten für die nächste Auflage der beliebten Musikveranstaltung im Angebot – „das könnte auch ein gutes Weihnachtsgeschenk sein“, bemerkt Dr. Sandra Hertel augenzwinkernd.

Puppendoktor heilt seit 100 Jahren Wehwehchen

Neue Produkte im Sortiment sind unter anderem Baumlichter, Perlschmuck, Kräuter und Gewürze sowie handgemachte Schachteln. Wie immer ist das historische Handwerk repräsentiert: Schmiede, Glasbläser, Bürstenbinder, Papierschöpfer und Seiler. Wenn es um die „alten Hasen“ geht, verdient der Puppendoktor Christian Schneider eine besondere Erwähnung: Seit sage und schreibe 100 Jahre werden in der „Praxis“ des Familienbetriebs lädierte Puppen geheilt – Patienten werden am zweiten Adventswochenende angenommen.

Routinierte Besucher können sich auf die Vielfalt verlassen: 70 Aussteller beherbergt das Freilichtmuseum, die sich auf 35 Buden und die Gebäude verteilen. Jeder Quadratmeter werde genutzt, versichert Sandra Hertel. Von Fotos bis Flammkuchen ist alles dabei, was das Herz begehrt – auch Glühwein, in zwei Farben.

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