Faire Woche

Zum Start der Fairen Woche in Herne stand Kaffee im Fokus

Tobias Bülow sorgte mit afrikanischen Trommelrhythmen für die richtige Stimmung bei der Eröffnung der Fairen Woche.

Tobias Bülow sorgte mit afrikanischen Trommelrhythmen für die richtige Stimmung bei der Eröffnung der Fairen Woche.

Foto: Manfred Sander / FUNKE Foto Services GmbH

Herne.  Die Deutschen sind passionierte Kaffeetrinker. Kein Wunder, dass das Getränk zu Beginn der Fairen Woche in Herne im Mittelpunkt stand.

Zum Auftakt der inzwischen 19. Fairen Woche veranstaltete der Weltladen „Esperanza“ ein Kaffeefest.

Das liegt nahe, denn die Deutschen sind offensichtlich passionierte Kaffeetrinker. Nach Angaben des Deutschen Kaffeeverbandes trinken 86 Prozent der Erwachsenen täglich oder mehrmals in der Woche Kaffee.

Kolumbianischer Kaffeeproduzent per Video zugeschaltet

Bereits am Eingang empfing der Musiker und Bildhauer Tobias Bülow die Besucher mit lebhaften afrikanischen Rhythmen auf der Djembe-Trommel. Drinnen waren die Tische mit fair gehandelten Produkten eingedeckt. Besucher konnten sich durch ein reichhaltiges Angebot an Brot, Aufstrichen und Plätzchen durchprobieren. Bei einer Tasse des ebenfalls fair gehandelten „Pottkaffees“ kam man schnell ins Gespräch. Daneben konnten sich Interessierte an den aufgestellten Infotafeln über die verschiedenen Schritte bei der Kaffeeproduktion informieren. Unglücklicherweise musste ein interessanter Programmpunkt entfallen. Der geplante Vortrag des aus Kolumbien stammenden Kaffeeproduzenten Yinson Rodriguez musste wegen einer Flugverspätung ausfallen. Dieser konnte jedoch per Videobotschaft für ein paar Minuten nach Herne geschaltet werden. Außerdem konnten sich die Gäste mit einem Film über die Kaffeeproduktion in Kolumbien informieren.

Die Gäste wurden von Christa Winger herzlich begrüßt. Sie ist stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Weltmarkt-Solidarität für Eine Welt“. Dieser ist Träger des Weltladens „Esperanza“, in dem sich 24 ehrenamtliche Mitarbeiter um den Verkauf von fair gehandelten Produkten kümmern. Veranstaltungen wie die Faire Woche seien wichtig, um über die Auswirkungen von fairem Handel aufzuklären. Und eine Veranstaltung wie die Faire Woche zeigt Wirkung. Nach der offiziellen Begrüßung durch Bürgermeisterin Andrea Oehler wurde die Stadt Herne zum wiederholten Mal als „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet.

30 Gruppen und Organisatoren nehmen an der Fairen Woche teil

Für Yinson Rodriguez sprang Markus Heißler vom „Eine Welt Zentrum“ Herne ein, der die „Faire Woche“ Herne koordiniert. Insgesamt 30 Gruppen und Organisationen nahmen in diesem Jahr daran teil. Heißler erklärt: „Es geht dabei nicht nur um fairen Handel, sondern um Umweltschutz generell und wie man mit kleinen Änderungen in seinem Alltag seinen Teil dazu beitragen kann.“ Anfangs sei dies noch ein Nischenthema gewesen, mittlerweile hätten schon viele ein Bewusstsein für fairen Handel entwickelt. Dennoch betont Heißler: „Wir sind auf dem Weg, aber noch nicht am Ende.“

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