Politgeflüster

Wird der gemeine Hamster das neue Herner Wappentier?

Der Hamster spielt in Herne zumindest symbolisch eine Rolle.

Der Hamster spielt in Herne zumindest symbolisch eine Rolle.

Foto: Uwe Anspach, dpa

herne.   Muss das Stadtlogo überarbeitet werden? Die Frage drängte sich im Bezirk Eickel auf. Und: Warum die Grünen eine Scharte auswetzen konnten.

Muss der Emscherbrücher im neuen Herner Stadtlogo – „Mit Wasser. Mit Grün. Mittendrin.“ – noch durch einen Hamster ergänzt werden? Das legt zumindest der Bericht von Stadtgrün-Vize Thilo Sengupta am Donnerstag in der Bezirksvertretung Eickel nahe.

Auf eine Anfrage von Heinz Gers (SPD) zum Thema „Kotbeutelspender im Königsgruber Park“ berichtete der Stadtmitarbeiter, dass in Herne offenbar eine „Hamstermentalität“ herrsche. „Wir könnten die Kotbeutelspender täglich neu bestücken“, so Sengupta. Er habe gehört, dass einige Bürger die Beutel offenbar nicht nur für Hinterlassenschaften ihrer Hunde nutzten, sondern zum Beispiel auch Butterbrote darin einpackten. In Zahlen: Zwei Millionen Kotbeutel gibt Stadtgrün pro Jahr aus.

Doch keine Männerpartei

Wenn eine eigentlich frauenbewegte Partei wie die Grünen es nicht schafft, mehr als eine Frau für ein Vorstandsamt zu gewinnen, dann kann man dies nur als Blamage bezeichnen. Der Herner Kreisverband konnte diese Scharte nun auswetzen: Die Mitglieder haben die Horsthauser Betriebswirtin Claudia Krischer als Beisitzerin in den Vorstand nachgewählt – zwei Monate nach der regulären Vorstandswahl. Der Posten war bisher aus Mangel an Frauen unbesetzt geblieben. Und auch inhaltlich ging von der Versammlung ein frauenpolitisches Signal aus: Die Mitglieder sprachen sich für die Abschaffung des Paragrafen 219a - Werbeverbot bei Abtreibungen - aus.

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