Hundewaschanlage

Wenn Fiffi duscht: Waschanlage für Hunde in Herne eröffnet

Hundewaschanlage in Herne

Direkt neben einer Autowaschanlage gibt es nun auch die Möglichkeit seinen Hund professionell zu reinigen.

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Herne.  Neben einer Autowaschanlage hat in Herne nun eine Hundewaschanlage eröffnet. Das Luxus-Modell bietet den Tieren Zecken-Shampoo und Conditioner.

Zecken-Shampoo, Conditioner für glänzendes Fell und selbst gebackene Hundekekse zur Belohnung: Direkt neben Waschboxen, in denen Autobesitzer die Felgen ihres Wagen polieren, hat in Herne jetzt eine Luxus-Waschanlage für Hunde eröffnet.

Behäbig klettert der Berner Sennenhund Balu in die blaue Box. Herrchen und Waschcenter-Inhaber Klaus Peter Klaeser klappt das Törchen zu, leint den Hund an und berührt den Bildschirm des Waschautomaten. Der „Dog Wash“ heißt seinen Kunden lautstark willkommen. Auf Wunsch übrigens nicht nur auf deutsch, sondern auch mit den Stimmen von bekannten Schauspielern oder etwa US-Präsident Donald Trump.

Luxus-Waschanlage für Hunde kostet Inhaber knapp 40.000 Euro

Wäsche Start! Mit 38 Grad spritzt das warme Wasser aus dem Schlauch. Balu schaut mit treu-großen Augen seinem Herrchen dabei zu, wie der das parfümfreie Shampoo gründlich einmassiert. Vor der Waschbox hat sich inzwischen eine kleine Fangemeinde versammelt. „Das ist ja lustig“, kommentiert ein Zuschauer. „Ja, viele halten das immer noch für einen Aprilscherz“, sagt Inhaber Klaus Peter Klaeser.

Tierärztin Monika Bartholomé dachte das beim ersten Hören auch. Von so einer Hundewaschbox hält sie nichts. „Ein Hund muss maximal zweimal im Jahr gewaschen werden. Dann reichen Badewanne und warmes Wasser“, sagt die 56-Jährige, die in Herne eine Praxis betreibt. „Allergien bei Hunden nehmen zu, mit Shampoos und Conditioner sollte man da sehr vorsichtig sein. Und Hunde sind ja eigentlich auch selbstreinigend!“

Doch woher kommt die Idee für eine Luxus-Hundewaschanlage? Auf einer Messe habe Klaus Peter Klaeser den Automaten entdeckt – und für gut befunden. „Es ist einfacher und komfortabler, als sein Tier zuhause sauber zu machen“, sagt der 51-Jährige. Und die Waschbox komme bei den Hundebesitzern gut an. „Das ist das Luxusmodell“, sagt Klaus Peter Klaeser. Insgesamt knapp 40.000 Euro hat der Herner für die Hunde-Waschbox investiert. „Reich werde ich damit sicher nicht.“

Waschanlage an Dorstener Straße

Bereits sein Vater machte in den 70er-Jahren mit damals exotischen Ideen auf sich aufmerksam. Der Spediteur eröffnete 1972 eine Auto-Waschstraße. Damals sei das noch völlig außergewöhnlich gewesen, viele Autobesitzer hätten den großen Bürsten nicht getraut. Ende der 90er-Jahre übernahm Klaus Peter Klaeser die Wasch-Sparte. Der zweifache Familienvater und gelernte Speditionskaufmann ist von seiner Wahlheimat Mallorca zurück nach Deutschland gezogen. Mit seiner Familie lebt der gebürtige Herner in Düsseldorf.

Der „Hundefell-zum-Glänzen-bringende“ Conditioner tröpfelt langsam in den Abfluss. Jetzt noch föhnen. Zwei Stufen gibt’s. Für kleine (und ängstliche) Hunde mit wenig Luft, für größere mit viel Luft. Balu lässt auch das gelassen über sich ergehen. Oder genießt er das Baden sogar...?

Zur Belohnung zieht sein Herrchen einen selbstgebackenen Hundekeks aus dem Automaten – „Dinkelmehl, Haferflocken und Leberwurst. Können Menschen auch essen!“ Balu gibt Pfötchen und schnappt sich den Keks. Hat sich ja doch gelohnt!

Eine ähnliche Waschanlage für Hunde hat übrigens im August in Wesel eröffnet. Lesen Sie dazu:

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