Sicherheit

Treibjagd: SPD kritisiert Stadt Herne und fordert Regelungen

Eine Treibjagd im Volkspark Sodingen - hier ein Symbolbild - hat in Herne Proteste von Bürgern und der SPD ausgelöst.

Eine Treibjagd im Volkspark Sodingen - hier ein Symbolbild - hat in Herne Proteste von Bürgern und der SPD ausgelöst.

Foto: Michael May

Herne.   Die SPD im Bezirk Sodingen fordert klare Regelungen für Treibjagden in Herne und kritisiert die Stadt. So begründet die SPD ihren Vorstoß.

Die SPD-Fraktion im Bezirk Sodingen fordert nach dem jüngsten Vorfall im Volkspark Sodingen klare Regelungen für Treibjagden in Herne und kritisiert die bisherige Haltung der Verwaltung.

Auch wenn es für Jagden eine jahrzehntelange Praxis gebe, „muss man sie den heutigen Gegebenheiten anpassen“, so SPD-Fraktions-Chef Ernst Schilla. Die Stadt mache es sich sehr einfach, wenn sie lapidar darauf verweise, dass eine Ausschilderung von Jagdaktivitäten in den Parks und Erholungsräumen gesetzlich nicht zwingend erforderlich sei und somit den Jagdpächtern „nach Lust und Laune obliegt“. Der Sicherheit der Bürger werde hier nicht ausreichend Rechnung getragen.

Jagd soll in Parks genehmigungspflichtig werden

Die SPD bestreitet zudem die Notwendigkeit von Treibjagden in dem dicht besiedelten Herner Gebiet. Bürgern fehle hierfür jedes Verständnis. Die SPD schlägt in ihrer Anfrage vor, dass die Parks und Natur- und Landschaftsgebiete zu befriedeten Gebieten erklärt werden sollen, in denen die Durchführung von Jagden nur noch genehmigungspflichtig oder im Ausnahmefall möglich sei. Außerdem will die SPD wissen, ob die Stadt gedenke, mit Jägern verbindliche Regeln zu vereinbaren, um eine Wiederholung von Vorfällen wie im Volkspark ausschließen zu können.

Wie berichtet, hatte an einem Samstag im Februar eine Treibjagd im Sodinger Volkspark stattgefunden. Bürger kritisierten anschließend unter anderem, dass es an den Zugangswegen keinerlei Hinweise auf die Jagd gegeben habe.

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