Ausbildung

Steag baut zentrale Ausbildungswerkstatt in Herne

Symbolischer Spatenstich für die neue Ausbildungswerkstatt: (v.li.) Azubi Phillip Gerding, Torsten Koch (STEAG-Ausbildungsleiter für die gewerblichen und technischen Berufe), Oberbürgermeister Frank Dudda, Alfred Geißler (Arbeitsdirektor der STEAG GmbH) und Azubi Christoph Pietruszka.

Symbolischer Spatenstich für die neue Ausbildungswerkstatt: (v.li.) Azubi Phillip Gerding, Torsten Koch (STEAG-Ausbildungsleiter für die gewerblichen und technischen Berufe), Oberbürgermeister Frank Dudda, Alfred Geißler (Arbeitsdirektor der STEAG GmbH) und Azubi Christoph Pietruszka.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Eine Chance für junge Menschen in Herne: Die Steag baut eine große Ausbildungswerkstatt an der Forellstraße. Das ist konkret geplant.

Die Steag konzentriert ihre gewerblich-technische Ausbildung auf den Standort Herne. Künftig sollen Industriemechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik an der Forellstraße in Baukau ausgebildet werden - 16 pro Lehrjahr. Bis zum Sommer 2020 entstehen dort auf 900 Quadratmetern neue Räume für die gewerblichen Auszubildenden der Steag. Für den ersten Jahrgang am neuen Standort ab September 2020 werden noch Bewerber gesucht.

„Die neue Ausbildungswerkstatt bringt uns mehr Flexibilität“, erklärt Alfred Geißler, Arbeitsdirektor der Steag. Dies biete Vorteile für Unternehmen und Azubis, betont Ausbildungsleiter Torsten Koch: „Da wir gezielt für den Bedarf ausbilden, haben unsere Auszubildenden praktisch schon zu Beginn eine Zusage in der Tasche, dass sie nach der erfolgreichen Ausbildung unbefristet übernommen werden.“ Das Unternehmen müsse sich immer wieder den neuen Herausforderungen anpassen - sei es den internen („zurzeit ist alles sehr elektrotechniklastig.“) oder den externen: „Wir müssen lernen, die Sprache der jungen Menschen zu sprechen, um sie für unser Unternehmen zu begeistern.“

Alte Werkstätten werden abgelöst

Bislang gibt es zwei Ausbildungswerkstätten, in Duisburg-Walsum und in Lünen. Beide werden nun nach und nach durch die neuen, modernen Räumen abgelöst. „Der Vorteil ist, dass wir auf eine vorhandene Gebäudestruktur aufbauen können“, sagt Geißler. Die Fahrzeuge aus dem bereits bestehenden Gebäude werden in einer neuen Halle untergebracht. Der Teil des Gebäudes kann somit zur eigentlichen Werkstatt umgebaut werden. Darin finden sich dann Werkbänke, Säulenbohr- und Drehmaschinen sowie Fräsen, aber auch eine moderne Schulungsumgebung für speicherprogrammierbare Steuerungen. Im Neubau entstehen Umkleiden, Dusch-, Sanitär-, Sozial- und Besprechungs- sowie Schulungsräume.

Die Steag investiert für ihre Ausbildungswerkstatt eine Million Euro. „Das Gute ist, dass ein Teil der Ausrüstung in unseren anderen Werkstätten bereits vorhanden ist und nicht neu angeschafft werden muss“, sagt Koch. Alleine für zusätzliches Ausbildungsmaterial im elektronischen Bereich werde ein sechsstelliger Betrag fließen. Ziel sei, die Auszubildenden fundiert aber auch spezialisiert ausbilden zu können.

Verschiebung des Bedarfs

„Unsere Mitarbeiter müssen flexibel sein, da sie in unterschiedlichen Einsatzfeldern unterwegs sind“, betont Alfred Geißler. Dies begründet auch die Ortswahl der neuen Ausbildungswerkstatt: Der Bedarf an Fachpersonal habe sich von den Kraftwerken hin zum Geschäft mit technischen Dienstleistungen rund um die Energieerzeugung verschoben. Deshalb übernehme die Steag-Tochtergesellschaft STS an der Forellstraße die Ausbildung innerhalb des Konzerns.

Oberbürgermeister Frank Dudda freut sich über dieses positive Signal für Herne: „Das ist ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für alle Jugendlichen, wenn so ein großer Konzern neue Chancen für junge Menschen in unserer Stadt anbietet.“

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