Stadtentwicklung

Stadt schmiedet einen Pakt für die Wanner Innenstadt

Auch der Buschmannshof und dessen  (dürftige) Nutzung dürfte im Zuge des Paktes Gegenstand von Diskussionen werden.

Auch der Buschmannshof und dessen (dürftige) Nutzung dürfte im Zuge des Paktes Gegenstand von Diskussionen werden.

Foto: Hans Blossey

Herne.   Die Stadt schmiedet einen Pakt, um die Wanner Innenstadt zu revitalisieren. Bei der Auftaktveranstaltung sollen Bürger Ideen und Wünsche äußern.

Die Stadt will der Entwicklung in Wanne neue - positive - Impulse geben. Dafür hat Oberbürgermeister Frank Dudda den „Pakt für Wanne 2020+“ geschmiedet. In diesen Pakt sollen sich die Bürger ausdrücklich als Partner mit Ideen und Anregungen einbringen.

Es sei die Erkenntnis gereift, dass mit Abwarten die Wanner Innenstadt nicht revitalisiert werden könne, sagte Dudda auf Anfrage der WAZ. Nach dem Abschluss des Masterplans Wanne und des Stadtumbauprogramms „jetzt Wanne“ sei Ruhe eingekehrt. Mit dieser Ruhe soll es nun vorbei sein. Auf einer Achse von Wanne-Süd bis Wanne-Nord soll ein neuer Prozess angestoßen werden.

Den Auftakt macht eine Impulsveranstaltung am kommenden Montag, 4. Juni. Dabei wollen die Organisatoren von den Bürgern Ideen, Wünsche und Anregungen für eine lebenswerte Innenstadt erhalten. Holger Stoye, Chef der Wirtschaftsförderung, und Volker Bleikamp, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung, wissen um das Gefühl in der Bevölkerung, dass es mit Wanne bergab geht. Sie sehen das Projekt „jetzt Wanne“ zwar nicht als gescheitert an, doch man müsse immer wieder neue Impulse setzen. Die sollen sich nicht auf den Einzelhandel auf der Hauptstraße beschränken, sondern sich auf alle Lebensbereiche erstrecken, sei es Verkehr, Wohnen, aber auch Digitalisierung. Stoye: „Wir wollen die Menschen für Wanne zurückgewinnen.“ Der Zeitpunkt sei gut, weil es wieder einen Glauben an die Zentren gibt.

Bündnis für Arbeit dient als Vorbild

Bei der Auftaktveranstaltung sollen die Bürger sagen, was für sie eine lebenswerte Innenstadt ausmacht. Es gebe keine Vorfestlegungen, so Stoye. Er will auf jeden Fall eine „Meckerstunde“ vermeiden, er hofft auf Menschen, die konstruktiv nach vorne denken. Außerdem sollen möglichst viele Partner zusammengebracht werden, um in die Umsetzung von Ideen einzusteigen. Als Vorbild dient dabei das „Bündnis für Arbeit“, an dem eine Vielzahl von Akteuren beteiligt sind.

Bei zwei Wanner Akteuren stoßen die Pläne auf offene Ohren. „Jeder Versuch ist besser als nichts zu tun“, sagt Apotheker Dr. Robert Sibbel. Es bringe nichts, nach hinten zu schauen, er glaube an Wanne-Mitte und sei bereit, sich in den Pakt einzubringen.

Nach dem Abschluss des Stadtumbauprogramms habe man unheimlich viel Zeit durch Stillstand verloren, so Jens Rohlfing, Sprecher der Werbegemeinschaft Wanne-Mitte. Um so mehr freue er sich, dass nun etwas passiert.

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