Wanne 2020plus

Schulterschluss: Herne will Wanne mit Projekt weiter stärken

Der Buschmannshof in Wanne: Auch hier will die Stadt aktiv werden

Der Buschmannshof in Wanne: Auch hier will die Stadt aktiv werden

Foto: Hans Blossey

Herne.   Das Projekt „Wanne2020“ soll fortgeführt werden. Das sind die Pläne der Stadt Herne, um den Stadtbezirk schöner zu machen.

Mit dem „Pakt für Wanne“ geht es voran“. Oder, wie es Oberbürgermeister Frank Dudda formuliert: „Es bestehen reale Chancen, dass sich das Stadtgebiet zu einem Metropolenkiez entwickelt.“ Mittwoch saß Dudda mit rund 60 Akteuren aus Wanne zusammen, um über Meilensteine in der Entwicklung des Ortsteils zu sprechen. Mit dem ehrgeizigen Programm „Wanne2020plus“ will die Stadt eine Reihe weiterer Akzente setzen. Hier die Pläne im Einzelnen:

Karree entwickeln

Das Karree Haydenstraße/Heine­straße und Hauptstraße soll weiter aufgewertet und entwickelt werden. Die städtische Herner Gesellschaft für Wohnungsbau HGW hat ganz aktuell die Gebäude an der Hauptstraße 258, 260 und 262 erworben, in denen sich ein Rewe-Markt, ein Eiscafé, eine Arztpraxis, eine Anwaltskanzlei sowie mehrere Mietwohnungen befinden. Zu dem Komplex (4200 Quadratmete) gehören auch noch einige Stellplätze. Nach Worten von Geschäftsführer Thomas Bruns soll das Areal künftig einen Mix bieten, der Handel, Dienstleistung, Gastronomie und Wohnen beinhaltet. Denkbar sei durchaus, die bestehende Freifläche für weitere Immobilien zu nutzen. Man stehe aber derzeit noch am Anfang des Prozesse und werde die Potenziale des Standorts ausloten und viele Akteure in das gesamte Vorgehen einbinden.

Die Hauptstraße soll eine neue Beleuchtung erhalten. Foto: Jürgen Theobald Neue Beleuchtung für Hauptstraße

„Licht lockt Leute“, so Hernes Wirtschaftsförderer Holger Stoye. Um die Attraktivität der Hauptstraße als Einkaufszone zu erhöhen, wollen die Stadtwerke eine neue Beleuchtung einbauen. Die genauen Planungen werden nach seinen Worten in Kürze vorgestellt.

Investitionen

Die Stadtwerke haben bereits damit begonnen, das Ladenlokal des früheren Ledergeschäftes Gewehr an der Hauptstraße umzubauen. Hier will der Versorger ein neues Kundenbüro eröffnen. Geplant ist der 1. März. Ferner habe auch die Wewole-Stiftung geschäftliche Aktivitäten angekündigt, erklärte Wirtschaftsförderer Stoye. Dazu laufen nach seinen Worten erste Gespräche.

Sauberkeit verbessern

Der Verkehrsbetrieb HCR will im Schulterschluss mit dem städtischen Tiefbauamt für mehr Sauberkeit sorgen. Unter anderem sei eine gründliche Reinigung des Bahnhofbereichs vorgesehen, berichtete Holger Stoye. Darüber hinaus wolle man sich wahrscheinlich noch weitere Bereiche vornehmen.

Trinkerszene verlagern

Derzeit arbeite die Stadt, so Oberbürgermeister Dudda, an einem neuen Konzept für den Buschmannshof. Ziel des Unterfangens sei es durchaus, die Trinkerszene an einen anderen Ort zu verlagern. Man stehe auch im Austausch mit der Zielgruppe, um nach neuen Lösungen zu suchen.

Mehr Grün mit neuen Bäumen

Wanne soll grüner werden: 42 Bäume will die Stadt anpflanzen und hat sich bereits für Standorte und Baumarten entschieden. An der Emscherstraße sollen beispielsweise zehn und am Scharpwinkelring zwei Purpurerlen gedeihen, an der Overhofstraße neun Apfeldorne und an der Straße „Am Freibad“ fünf Gleditschien (Lederhülsenbäume) wachsen.

Vor dem Aus: die alte Schachthalle der Zeche Pluto Foto: Quickels, Archiv Schachthalle abreißen

An der ehemaligen Zeche Pluto rückt demnächst die Abrissbirne an. Die alte Schachthalle werde dem Erdboden gleich gemacht, so der Oberbürgermeister. Der Stadt liege inzwischen die erforderliche Genehmigung vor. Damit werde der Weg frei, um eine neue Straße anzulegen, berichtete Dudda. Sie soll einen wesentlichen Beitrag liefern, um das Areal stärker an den Stadtbezirk Wanne anzubinden.

>> WEITERE NFORMATIONEN: Wanne2020

Das Projekt „Wanne.2020plus“ startete im Juni. Es wurden Verbesserungsideen gesammelt.

Das Ziel besteht darin, Wanne für Besucherinnen und Besucher attraktiver zu gestalten, so heißt es, und einen lebenswerten Stadtbezirk weiter zu stärken.

Derweil hat die Stadt mit Händlern, Firmen und Organisationen über die Umsetzung der Ideen gesprochen.

Für Dienstag, 5. März, ist im Wanner Hof (Kolpingstraße 23) ein Gesprächsabend mit den Bürgern geplant.

Eine Düsseldorfer Agentur fragt derzeit deutsche Händler ab, welches I nteresse am Standort Wanne besteht.

Ganz aktuell wurde die Webseite www.wanne2020plus.de freigeschaltet, auf der wichtige Fakten hinterlegt sind.

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