Kino

SchulKinoWochen holen Kinder aus den Klassenzimmern

Das freche Sams (Christine Urspruch) in einer Filmszene.

Das freche Sams (Christine Urspruch) in einer Filmszene.

Foto: weltkino Filmverleih/dpa

Herne.   Die Herner Filmwelt macht vom 25. Januar bis 7. Februar wieder mit. Welche Filme für Jüngere und für Jugendliche zur Auswahl stehen.

Kino oder Schule? Für Kinder und Jugendliche dürfte die Antwort klar sein. Bei den alljährlichen SchulKinoWochen Nordrhein-Westfalen im Januar und Februar haben jedes Jahr über 100 000 Schülerinnen und Schüler beides: Spaß im Kino und Bildung „an einem außerschulischen Lernort“, wie es im Pädagogendeutsch heißt. Zum ermäßigten Eintrittspreis von 3,50 Euro besuchen sie mit ihrer Klasse ein Kino ihrer Stadt, wo ein besonderes Programm läuft. Auch die Herner Filmwelt macht seit Jahren mit. Kinochef Markus Köther hat für die zwei Wochen vom 25. Januar bis 7. Februar wieder fünf Filme ausgesucht. Alle Vorstellungen beginnen um 11 Uhr.

Vor- und Nachbereitung im Unterricht

Den Fokus setzt Markus Köther auf Filme für die jüngeren Zuschauer. „Die Schulen haben noch mehr Zeit“, ist sein Eindruck. Drei Filme richten sich an ein Publikum im Grundschulalter. Das kennt das „Sams“ zum Teil schon aus Büchern, dieses kleine dicke Wesen mit den roten Strubbelhaaren, der Rüsselnase und den blauen Punkten. Themen wie Wünsche und Träume, Mut und Selbstbewusstsein können mit Bezug auf den Kinderfilm von 2001 im Unterricht ab der ersten Klasse angesprochen werden, empfiehlt der Münsteraner Veranstalter der SchulKinoWochen. Zu jedem Film gibt es pädagogisches Begleitmaterial, mit dem der Kinobesuch im Unterricht vor- und nachbereitet werden kann. Weitere Filme für die Jüngeren sind die Kinderbuchverfilmung „Der Räuber Hotzenplotz“ (2006) und eine Neuverfilmung von „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“, empfohlen ab der dritten Klasse.

Aktuelle Filme für Jugendliche

Zwei aktuelle Filme richten sich an jugendliche Schüler, beide sind Verfilmungen von Büchern, die zum Lehrplan in den Schulen gehören. Der absolute Renner in Schulklassen, Kino- und Theatersälen ist auch dabei: „Tschick“. Fatih Akin hat den Roman von Wolfgang Herrndorf verfilmt, die Coming-of-Age-Geschichte zweier ungleicher Jungen, die mit einem alten Lada auf eine abenteuerliche Reise durch Brandenburg gehen. Der zweite Film ist erst 2017 erschienen. „Jugend ohne Gott“ basiert auf einem Roman von Ödön von Horváth. In der Hauptrolle: Jannis Niewöhner als Zach, der in einer nicht näher definierten Zukunft an einem Hochleistungscamp von Schülern in der Abgeschiedenheit der Berge teilnimmt. Als ein Mädchen erschlagen im Wald aufgefunden wird, gesteht jemand den Mord, der es nicht gewesen sein kann.

Hohe Besucherzahl im vergangenen Jahr

Mit 1989 Schülern und 214 Lehrern im letzten Jahr spiele Herne in NRW in der „Top Twenty“ mit, sagt Carsten Happe vom Projektteam SchulKinoWochen NRW. Einen Regisseur oder Schauspieler kann die Filmwelt trotzdem in diesem Jahr nicht begrüßen. Diese werden von Münster aus nach Verfügbarkeit mal hierhin, mal dorthin verteilt. Im letzten Jahr war die Drehbuchautorin Henriette Piper aus Solingen zum Filmgespräch angereist.

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Eine Anmeldung für die SchulKinoWochen NRW 2018 ist wegen der starken Nachfrage nur online möglich auf
www.schulkinowochen.nrw.de.

Auf der Internet-Seite sind alle beteiligten Kinos mit den dort vorgeführten Filmen aufgelistet.

Bei einem Filmkritikerwettbewerb können Schülerinnen und Schüler mit selbst geschriebenen Kritiken Preise gewinnen.

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