ACAB-Aktion

NRW-Innenminister unterstützt junge Polizisten bei Aktion

NRW-Innenminister Herbert Reul diskutiert mit junge Polizisten über die ACAB-Schmierereien.

NRW-Innenminister Herbert Reul diskutiert mit junge Polizisten über die ACAB-Schmierereien.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Herne.  Die Aktion von jungen Polizisten gegen ACAB-Schmierereien wird nun auch von Innenminister Herbert Reul unterstützt. Er besuchte die Initiatoren.

Nachdem die Herner WAZ als erste über die jungen Polizisten berichtet hatte, die mit einer Aktion erreichen wollen, dass ACAB-Schmiereien aus dem Stadtbild verschwinden, hat NRW-Innenminister Herbert Reul reagiert und die Initiatoren getroffen, um ihnen seine Unterstützung zuzusagen.

Zur Erinnerung: Die Abkürzung ACAB ist eine Abkürzung für den englischen Satz „All Cops are Bastards“ - „alle Polizisten sind Bastarde“. Die jungen Polizisten ärgern sich vor allem darüber, dass dieser Schriftzug an öffentlichen Gebäuden wie Lärmschutzwänden oder Brückenpfeilern nicht entfernt wird. Deshalb rufen die Polizisten dazu auf, Fotos von Schmierereien mit der Buchstabenkombination ACAB mit Standortangabe per Whatsapp an die Mobilnummer 0152 /25 41 81 50 an die Gewerkschaft zu senden. 200 Meldungen dazu hat sie in den vergangenen Wochen schon bekommen, allein 130 in Bochum. An einer Wand am Parkplatz des Discounters Aldi an der Plutostraße in Bickern steht sogar der vollständige Satz.

„Das ist eine tolle Idee, die ich gerne unterstütze“, so Reul bei einem Treffen mit den jungen Polizisten in Bochum. Dort prangt der Code an zahlreichen Stellen. „Mir ist die Häufung dieses Schriftzugs so noch nie aufgefallen“, gestand der Innenminister, als er hörte, dass die Polizisten ihn allein bei einem kurzen Fußweg zum Lohring an mehreren Stellen gesehen haben. „Das ist Demagogie“, kommentiert er den Code.

Die Polizisten freuten sich über den Besuch und die Unterstützung des Innenministers. Auch Herne hat bereits Unterstützung zugesagt. Oberbürgermeister Frank Dudda hatte mitgeteilt, dass die Stadt Herne mit einem wachen Auge die eigenen Liegenschaften kontrollieren werde, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.

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