Kundgebung

Neuer Ort, alte Botschaft: Herner demonstrieren gegen Rechts

Vom neuen Kundgebungsort auf der Bahnhofstraße startete das „Bündnis Herne“ zu einem finalen Demonstrationszug durch Herner Straßen.

Vom neuen Kundgebungsort auf der Bahnhofstraße startete das „Bündnis Herne“ zu einem finalen Demonstrationszug durch Herner Straßen.

Foto: Lars Christoph

Herne.  Mehr als 250 Menschen haben am Dienstagabend in Herne gegen Rechts demonstriert. Die Kundgebung fand erstmals nicht auf dem Brauner-Platz statt.

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Mehr als 250 Menschen haben am Dienstagabend in Herne-Mitte erneut ein Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Ausgrenzung gesetzt.

Die selbst ernannten „besorgen Bürger“, die sich nach Angaben der Polizei auch aus der Rechtsextremen-, Rocker- und Hooligan-Szene rekrutieren, haben wie schon vor 14 Tagen ausgesetzt. Zwischenfälle gab es diesmal - anders als vor zwei Wochen - nicht.

Christen wollen am „Friedens-Dienstag“ festhalten

Die Kundgebung des „Bündnis Herne“ fand wegen des Weihnachtsmarktes auf dem Robert-Brauner-Platz erstmals auf der Bahnhofstraße am Rondell (Glockenstraße) statt. Dort trugen vier Schülerinnen der Erich-Fried-Gesamtschule eine Rede mit Zitaten unter anderem von Fried und Bertolt Brecht vor, die sie schon am Freitag anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht am Mahnmal Bebelstraße gehalten hatten.

Anschließend trat der Singer/Songwriter Carsten Pollmeier auf, der bereits auf einer der ersten Gegendemonstrationen des „Bündnis“ im Sommer den musikalischen Rahmen gesetzt hatte. Zum Abschluss der Kundgebung zogen die Teilnehmer noch durch die Innenstadt.

Wie üblich fand vor der Demonstration ein ökumenischer Friedensgottesdienst an der Kreuzkirche statt, der diesmal vom katholischen Dechanten Norbert Walter und vom evangelischen Pfarrer Kornelius Heering gehalten wurde. Nach dem Open-Air-Gottesdienst kündigte Heering an, dass die evangelischen und katholischen Christen auch 2020 am ökumenischen „Friedens-Dienstag“ festhalten wollen - unabhängig davon, ob weiterhin sogenannte „besorgte Bürger“ durch Herne laufen oder nicht.

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