Konzert

Musiker geben im Hülsmann Gedenkkonzert für Manni Lins

Katja Seidich singt beim Gedenkkonzert für Manni Lins.

Katja Seidich singt beim Gedenkkonzert für Manni Lins.

Foto: Kerstin Buchwieser

Herne.   Der Bassist war im März gestorben. In den 70er- und 80er-Jahren spielte Manfred Lins in Bands wie Zero Zoom und der Ding Dong Band mit.

„Lasst uns heute viele schöne Töne spielen“. Mit diesen Worten eröffnete Sängerin Katja Seidich das Gedenkkonzerte zu Ehren des mit 66 Jahren vor knapp vier Wochen verstorbenen Wanne-Eickeler Musikers Manfred „Manni“ Lins. Und das taten sie auch. Freunde, musikalische und private Wegbegleiter wie Norbert Müller, Jörg Lippmeyer, Norbert Solbach, Jens Blome, Achim Krämer und viele andere kamen am Samstag noch einmal in der Kulturbrauerei Hülsmann zusammen, um sich an Manni Lins zu erinnern. Jeder auf seine Weise.

Als Bassist die Wanner Musikszene mitgeprägt

Als Bassist hatte Lins, unter anderem bei Zero Zoom, der Ding Dong Band, der Piet Kröte Peep Show und vielen weiteren Projekten, die Wanne-Eickeler Musikszene der 70er und 80er-Jahre stark mitgeprägt. Trotz der vielen schönen Erinnerungen, die an diesem Abend durch die Räume der Kneipe geisterten, schwangen die schwierigen letzten Lebensjahre von Lins immer unterschwellig mit. Ein einfacher Mensch sei er in den letzten Jahren nicht gewesen, scheint der einhellige Tenor zu sein. Jörg Lippmeyer, Künstler und Karikaturist, kann dem dennoch etwas Positives abgewinnen. „Ich finde es wichtig, wenn jemand Ecken und Kanten hat. Von den Weichgespülten gibt es schon genug“, erinnert er sich an Lins.

Gedenkkonzert war Dirk Gerlach ein Anliegen

Die treibenden Kräfte hinter dem Gedenkkonzert, bei dem Norbert Müller, die Guntram Leuchtkäfer Blues Band und weitere lokale Musiker ihren Beitrag leisteten, waren Katja Seidich und Dirk Gerlach, den mit Lins eine ganz besondere Geschichte verbindet. „Er hat mit Honey & The Hotshots an meinem 33. Geburtstag drei Tage in Folge bei mir gespielt. Das war eine super Party“, erzählt er mit einem Lachen. Obwohl er außerhalb von Jam-Sessions nie mit Lins zusammengespielt habe, sei ihm das Gedenkkonzert ein wichtiges Anliegen gewesen. „Die Wanne-Eickeler Musikszene ist für mich eine Familie. Es wäre schade, wenn nichts passiert wäre“, erklärt er.

Ähnlich sah es auch Hülsmann-Wirt Sabedin „Sabby“ Houssein Oglou, der zwar keinen persönlichen Kontakt zu Lins hatte, sich aber dessen Bedeutung als Musiker bewusst war und deshalb das Hülsmann als Veranstaltungsort zur Verfügung stellte.

Dass Gedenken nicht immer nur mit Trauer einhergehen muss, zeigte die Wanne-Eickeler Musikszene an diesem Abend. Ein Abschied mit Würde, guter Musik und guten Gesprächen.

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