Wohnen

Mieten in Herne stiegen in zwei Jahren um 2,3 Prozent

Die Mieten sind in Herne in den vergangenen beiden Jahren durchschnittlich um 2,3 Prozent  gestiegen.

Die Mieten sind in Herne in den vergangenen beiden Jahren durchschnittlich um 2,3 Prozent gestiegen.

Foto: Hans Blossey

Herne.  Die Stadt Herne hat einen neuen Mietspiegel vorgelegt. Von 2017 bis 2019 stiegen die Mieten zwar, aber nicht so stark wie im Bundesdurchschnitt.

Die Mieten in Herne sind während der vergangenen beiden Jahre nicht so stark gestiegen wie im Bundesdurchschnitt. Aus dem jetzt veröffentlichen Mietspiegel der Stadt geht hervor, dass sich der durchschnittliche Preis um 2,3 Prozent erhöht hat, deutschlandweit liegt die Quote nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei 2,7 Prozent.

Die größten Preissprünge gibt es bei neueren Wohnungen. 30 Cent mehr pro Quadratmeter sind für Unterkünfte fällig, die aus den Jahren 2001 bis 2010 stammen: 7,65 statt 7,35 Euro. Durchschnittlich 20 Cent teurer geworden ist der Quadratmeter in Wohnungen aus den Jahren 2011 bis 2016: 7,80 Euro statt 7,60 Euro. Mit die niedrigsten Steigerungswerte haben modernisierte Unterkünfte, die in der Zeit von 1949 bis 1965 gebaut wurden. Hier kommen fünf Cent drauf. Damit kostet der Quadratmeter 6,30 Euro.

Nach Worten von Silke Gottschalk, Geschäftsführerin des Deutschen Mieterbundes NRW, ist in Herne insgesamt betrachtet die Steigerungsrate recht gering geblieben. Gleichwohl zeige die Entwicklung, dass sich die Preisspirale weiterdrehe. Damit liege die Stadt voll im landes- und bundesweiten Trend. Vor allem bei Neubauten seien die Mieten massiv in die Höhe geschnellt. „Landesweit betrachtet haben wir es hier mit einer Teuerungsrate von 40 Prozent zu tun“, so Gottschalk.

Preisentwicklung moderat

Die Preisentwicklung der vergangenen zwei Jahre sei durchaus als moderat zu bewerten, sagt Uwe Kasimir, Vorsitzender der Eigentümergemeinschaft Haus & Grund. Es habe auch schon Jahre mit deutlich höheren Zahlen gegeben. Es zeige sich eben, dass man es in Herne nun mal nicht mit einem angespannten Wohnungsmarkt zu tun habe, wie er in Düsseldorf, Köln oder Bonn vorherrsche. Als auffällig erweise sich, so der Vorsitzende, dass bei Wohnungen aus der Zeit von 1966 bis 1978 der Mietpreis seit Jahren nahezu gleich sei.

Mietspiegel dienen den Hausbesitzern zudem als Orientierung für die Mietpreisgestaltung, sagt Kasimir. Er rechnet allerdings nicht damit, dass Vermieter, die geringere Summen nehmen als in den Tabellen ausgewiesen sind, jetzt Anhebungen vornehmen.

An mehreren Stellen erhältlich

Dem Großteil aller Besitzer sei daran gelegen, die jeweiligen Mieter zu halten. Eine Kostensteigerung könnte das Gegenteil bewirken. Laut Gesetz darf ein Vermieter innerhalb von drei Jahren die Miete bis zu 20 Prozent anheben, aber dabei nicht die Werte des Mietspiegels überschreiten.

Der Mietspiegel ist in den Rathäusern von Herne und Wanne ebenso erhältlich wie im Technischen Rathaus an der Lange­kampstraße und den Mietervereinen sowie den Haus- und Grundeigentümervereinen. Er kann aber auch aus dem Internet heruntergeladen werden. Die Stadt Herne stelltihn auf ihrer Homepage zur Verfügung.

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