Umbau startet

Herner Kreuzkirchengemeinde zieht in Ausweichquartiere

Die Arbeiten auf dem Europaplatz schreiten voran. Das CVJM-Haus (l.) wird nun freigezogen

Die Arbeiten auf dem Europaplatz schreiten voran. Das CVJM-Haus (l.) wird nun freigezogen

Foto: Foto: Carsten Siegmund

Herne.   Im Frühjahr 2019 soll in Herne-Mitte der Bau des neuen Gemeindehauses der Kreuzkirche starten. Deshalb werden jetzt diese Standorte geräumt.

Die Kreuzkirchengemeinde in Herne-Mitte nimmt nun den seit Jahren geplanten Bau eines neuen Gemeindehauses auf dem Europaplatz in Angriff. Bis Ende des Jahres räumt sie ihr bisheriges Gemeindehaus an der Ludwig-Steil-Straße sowie das CVJM-Haus auf dem Europaplatz und zieht anschließend mit ihren Gruppen in Ausweichquartiere. Im Frühjahr sollen dann die Bauarbeiten beginnen.

Das neue Gemeindehaus soll an den Altbau des CVJM-Hauses an der Kreuzkirche angebaut werden, entstehen soll bis Frühjahr 2020 ein gemeinsames Gebäude aus einem Guss. Im Erdgeschoss soll unter anderem ein Saal für rund 80 Besucher entstehen. Im Gegenzug gibt die Gemeinde ihre bisherige Anlaufstelle, das Ludwig-Steil-Haus an der benachbarten Schulstraße, auf; eine Weiternutzung, so heißt es, sei zu teuer. Das Gebäude soll einem Neubau weichen.

Gemeindebüro zieht an die Stammstraße

In diesen Tagen gibt die Gemeinde ihre bisherigen Räume auf. Offizieller Auszug ist am 31. Dezember, bis Mitte Januar werde aber noch das Inventar sortiert, sagt Pfarrerin Melanie Jansen auf Anfrage der WAZ. Als Ausweichquartier für das Gemeindebüro soll die Stammstraße 40 dienen.

Viele weitere Gruppen sollen Unterschlupf in Räumen der katholischen St. Dionysius-Gemeinde in Herne-Mitte finden, sagt Jansen, die auch Vorsitzende des Presbyteriums ist. So werde der Mittagstisch für Wohnungslose während des Umbaus in der Herz-Jesu-Kirche an der Altenhöfener Straße angeboten, auch die Frauenhilfe und die Konfirmanden fänden dort eine neue Anlaufstelle.

CVJM: Gruppen ziehen an mehrere Standorten

Betroffen ist auch der CVJM, der Christliche Verein Junger Menschen, der auch künftig in dem neuen, gemeinsamen Gebäude am Europaplatz untergebracht ist; auch er muss für die Dauer der Bauarbeiten ausziehen. So wird die CVJM-Geschäftsstelle nach den Worten von Sprecher Stefan Wilhelm zwischenzeitlich beim Evangelischen Kirchenkreis an der Overwegstraße 31 untergebracht.

Die Offene Tür des CVJM soll für Kinder bis 13 Jahre dienstags bis freitags nachmittags im Gemeindehaus der katholischen St. Bonifatiusgemeinde an der Altenhöfener Straße ein Ausweichquartier finden; dort fänden auch die Jungscharen statt. Jugendgruppe und Mitarbeiterkreis, die sich donnerstags treffen, ziehen demnach ins Gemeindehaus von Herz Jesu an die Düngel­straße, das Training des CVJM-Tischtennisteams findet in der Sporthalle der Erich-Fried-Gesamtschule an der Grabenstraße statt, der CVJM-Posaunenchor probt mittwochs im Lutherhaus an der Lutherstraße 1; die Jungbläserausbildung erfolge nach Absprache ebenfalls dort.

Hausflohmarkt am 26. Januar an der Schulstraße

Pfarrerin Jansen zeigt sich sehr zufrieden, dass ihre Gemeinde Ausweichquartiere gefunden hat, gerade auch bei den „Kollegen“ der katholischen Kirche: „Dadurch bleiben die Wege kurz.“ Und: „Gut, dass das alles in ökumenischer Gemeinschaft so gut geklappt hat.“

Am Samstag, 26. Januar, findet von 10 bis 16 Uhr im bisherigen Gemeindehaus an der Schulstraße 14 übrigens ein Hausflohmarkt statt, kündigt die Pfarrerin an. Nach dem Motto „Alles muss raus“ will die Gemeinde ihr Inventar loswerden, das sie nicht mehr benötigt. Um 16 Uhr steige dann eine Versteigerung mit all jenen Sachen, die beim Flohmarkt nicht verkauft würden.


>> WEITERE INFORMATIONEN: Europaplatz-Umbau

Die Umgestaltung des Europlatzes kostet 1,6 Millionen Euro und geschieht in vier Bauabschnitten. Der Abschluss ist für 2020 geplant. Offizieller Start war im August. Im Vorfeld wurden 17 Bäume gefällt. Das Ziel: Besucher sollen in Zukunft von einer hellen und freundlichen Umgebung am Eingangstor der Innenstadt begrüßt werden.

Bisher, sagt Stadtsprecher Christoph Hüsken, wurden zehn der 17 Baumstümpfe gezogen. Wetterbedingt dauerten die Arbeiten in den Wintermonaten etwas länger und die Asphaltarbeiten könnten deshalb aktuell nicht durchgeführt werden. Sobald das Wetter geeignet sei, würden sie nachgeholt. Die Pflasterarbeiten verliefen planmäßig.

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