Umwelt

Herner Journalist für besonderes Umweltengagement geehrt

Rainer Rüsing (r.) erhielt den Preis „Herner Spatz“ aus den Händen von Christian Stratmann.

Rainer Rüsing (r.) erhielt den Preis „Herner Spatz“ aus den Händen von Christian Stratmann.

Foto: Klaus Pollkläsener

herne.   Rainer Rüsing hat als Redakteur in Herne gearbeitet und den Naturschutz in den Fokus gerückt. Ausflüge mit seinen Kindern lieferten viele Motive.

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Als seine heute erwachsenen Kinder noch zur Schule gingen, hat Rainer Rüsing sie immer mitgenommen, wenn Exkursionen in die Natur anstanden - und darüber geschrieben. Das ist ein Beispiel von vielen, die das journalistische Engagement des langjährigen Lokalredakteurs für Umweltbelange beschreiben. Für seinen Einsatz ist der heute 65-Jährige auf besondere Weise geehrt worden.

Er hat den „Herner Spatz“ erhalten, eine Auszeichnung, die die Biologische Station Ruhrgebiet an der Vinckestraße alle zwei Jahre an Menschen verleiht, die sich „in vorbildlicher Weise um den Natur- und Umweltschutz in unserer Stadt“ bemühen. So brachte es auch Christian Stratmann, Schirmherr des „Herner Spatz“ und Mondpalast-Prinzipal, zum Ausdruck und blickte auf das journalistische Wirken von Rainer Rüsing ebenso zurück wie auf seine vielfältigen Tätigkeiten, die insbesondere dem Vogelschutz galten und noch immer gelten.

Ausflüge ins Grüne

Sein Urgroßvater, erinnert sich der Preisträger, habe ihm, als er noch ein Steppke war, immer wieder gezeigt, welche Vögel im heimischen Garten zu Gast waren. Auf diese Weise wurde ein Interesse geweckt, das Rainer Rüsing antrieb, im Laufe seines Lebens verschiedene Ehrenämter zu bekleiden und auch an einem Buch mitzuwirken. Als dann endlich der Band „Die Vögel von Essen und Mülheim an der Ruhr“ erschien, war der Journalist 15 Jahre älter geworden. Die Arbeit habe ihm große Freude bereitet, sagt er rückblickend. Nachhaltig behielt er auch als Redakteur für das Herner Wochenblatt, bei dem er seit Ende der 90er Jahre arbeitete, Themen rund um die heimische Flora und Fauna im Blick. Christian Stratmann bescheinigte ihm in der Laudatio „eine gute Schreibe“, um mit „Herzblut“ ökologische Fragen darzustellen. Dem Preisträger sei es gelungen, wichtige Themen wirksam zu präsentieren.

Rüsing, gebürtiger Essener, erzählte anschließend im kleinen Kreis, dass er seine Kinder sehr genau auf den Touren beobachtet habe, auf denen es hieß, den Waldkauz zu entdecken oder dem Feuersalamander nachzuspüren. Es waren Ausflüge ins Grüne, zu denen Norbert Kilimann vom Nabu (Naturschutzbund Deutschland) eingeladen hatte und die nicht nur bei Familie Rüsing auf große Begeisterung stießen.

Wie Journalisten mit ihrer Berichterstattung Umweltschutz in den Blickpunkt rücken können, schilderte auch der langjährige WDR-Redakteur Mark vom Hofe, der sich in verschiedenen Verbänden ehrenamtlich für den Naturschutz stark macht. Unter anderem habe man eine Wanderreihe aufgelegt, veranstaltet vom Westdeutschen Rundfunk und der Landesarbeitsgemeinschaft Naturschutz und Umwelt. Bei den Touren unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ habe man auch an der Ökologischen Station in Herne Halt gemacht.

„Wandelndes Lexikon“

Wer sich mit Umweltthemen befasse, eigne sich meist auch einen großen Wissensschatz an, lobte Christian Stratmann und attestierte Rainer Rüsing „ein wandelndes Lexikon zu sein“.

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