Feuerwerk

Herner „Feuerabend“ lässt erstmals Tausende in Wanne staunen

Am Buschmannshof wurde der „Feuerabend“ veranstaltet, am 21.09.2019. FUNKE Foto Services / Klaus Pollkläsener

Am Buschmannshof wurde der „Feuerabend“ veranstaltet, am 21.09.2019. FUNKE Foto Services / Klaus Pollkläsener

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  Um die 3000 Besucher erfreuten sich an Feuerwerk, Musik und Bier. Der Umzug zum Buschmannshof hat dem „Feuerabend“ nicht geschadet.

Der Umzug des „Feuerabends“ von Herne nach Wanne hat der Faszination des Feuerwerks offensichtlich nicht geschadet, versetzte das Spektakel am Samstagabend in seiner nunmehr sechsten Auflage die Menschen auch am Buschmannshof ins Staunen. Ist der Wuselfaktor bei den „Wanner Mondnächten“ hier schon beeindruckend, gibt es an diesem Abend so gut wie kein Durchkommen mehr, was nicht zuletzt an dem zündenden Konzept liegt: Feuerwerk, Coverbands und zünftige Fressbuden.

Los Gerlachos Bänd als Garant für Stimmung

Auch für den Feuerabend 2019 greift das Stadtmarketing Herne nicht allzu tief in die Trickkiste und stellt zum Warmwerden die Dame und die Herren der „Los Gerlachos Bänd“ auf die Bühne, die, wie mittlerweile allseits bekannt, mit Hits von damals wie heute zu überzeugen wissen. Das kommt an und schallt bis mindestens in den anliegenden Postpark, wo die Lunten für das erste Feuerwerk zurecht gezuppelt werden, das am frühen Abend speziell für die kleinen Gäste abgebrannt wird. Drei weitere werden folgen und vor pechschwarzen Himmel ihre komplette Magie entfalten.

Unterdessen illuminieren Lichterketten im sie umgebenden Laubwerk den Platz, unter denen sich die Menschen im Arm liegen, Currywurst essen oder am Bierstand mit den Kumpels anstoßen. Hier und da stänkern sich etwas zu sehr trinkfreudige Besucher etwas an und werden schließlich von den Ordnungskräften zur Besonnenheit ermahnt – niemand kommt heute ernsthaft zu Schaden.

Beatles-Coverband kommt aus Münster

Die Beatlemania ist zwar vor Jahrzehnten bereits abgeklungen, die Musik der Pilzköpfe aus Liverpool liegt noch immer in den Ohren und mit „The Quarrymen Beatles“ nun auch in der Luft. Die Coverband aus Münster wärmt nicht bloß auf, sondern weiß auch Klassiker wie „She loves you“ zu servieren und sieht dabei im Anzug und Krawatte so verdammt schnieke aus.

Dann wird es ruhig, und von den Blicken der Masse verfolgt beginnt das Spektakel in der klaren Abendluft unter dem Sternenhimmel: Lila Fontänen fliegen in den Himmel, Rauch zieht in bunten Schwaden vorüber. Einige Sekunden vergehen, ehe der Knall die staunenden Menschen erreicht und die obligatorischen „Ahhs“ und „Ohhs“ nach sich zieht.

Begeisterte Jubelstürme nach dem Lichtspektakel

Smartphones leuchten am Boden auf und halten das Feuerwerk für die Daheimgebliebenen fest. Über sie ergießt sich ein Streuregen aus Lamettafunken, während aus dem Boden gelbe Flammen auflodern und einen Schwall Hitze in die Gesichter drücken. Wie die Arme eines Kraken hält der Rauch am Himmel seine Form und zieht langsam ab. Dann verblasst das Licht, die Lampen gehen wieder an und begeisterte Jubelstürme brechen die kurz eingesetzte Stille auf.

Auch in der provisorisch eingerichteten Kommandozentrale von Stadtmarketing sind die Organisatoren zufrieden: „Ich bin sehr glücklich, dass die Veranstaltung so gut aufgenommen wird“, sagt Tina Dzierla, Verantwortliche für das Projekt- und Veranstaltungsmanagement. Ob Herne oder Wanne habe letzten Endes keine Rolle gespielt, da die Leute so oder so gekommen wären, so Tina Dzierla. Um Mitternacht ist dann Feierabend für den Feuerabend und ein letztes Mal steht der Nachthimmel in bunten Flammen.

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