Kita

Herner Erzieherinnen wissen, wie man Kinder tröstet

Bei Fieber müssen Kinder nach Hause und dort von den Eltern versorgt werden. Bei ein wenig Temperatur übenehmen dies auch schon mal die Erzieherinnen in den Kitas.

Bei Fieber müssen Kinder nach Hause und dort von den Eltern versorgt werden. Bei ein wenig Temperatur übenehmen dies auch schon mal die Erzieherinnen in den Kitas.

Foto: dpa

Herne.   Nach Rangeleien oder einem kleinen Sturz ist der Schreck oft groß. Kita-Leiterinnen verraten, wie sie mit kleinen Wehwehchen umgehen.

Kleinere Rangeleien oder Streitigkeiten gehören unter Kindern zum Alltag. Im Eifer des Gefechts gibt es dabei schon mal kleinere Blessuren. Wie Erzieherinnen mit solchen Situationen umgehen, verraten uns Wilma Weihrauch, Leiterin der Kita „Kinder in der St. Elisabeth Gruppe“ und Gunda Neumann-Strangfeld, Leiterin der Kita Lerchenweg.

„Wenn die Kinder sich streiten, ist es wichtig, dass wir ruhig bleiben“, sagt Wilma Weihrauch. Die Erzieher fragen nach, was passiert ist und hören in Ruhe zu. „In der Praxis hat es sich bewährt, wenn ein Kind zum Beispiel ganz klar ein anderes Kind geschubst hat, sich erst dem Kind zu widmen, dass sich vielleicht weh getan hat.“ So habe das andere Zeit zu erkennen, was passiert ist. Ziel sei, gemeinsam mit den Kindern eine Lösung zu finden, wie sich Streitigkeiten beim nächsten Mal besser lösen lassen.

Das Trostpflaster kann schon helfen

„Der Schreckensschmerz ist oft ganz groß“, weiß Wilma Weihrauch. Das dürfe man nicht bagatellisieren, sondern müsse man ernst nehmen und das Kind trösten. Pusten, in den Arm nehmen oder ein Trostliedchen helfen meist. „Oft hilft das sogenannte Trostpflaster“, sagt Neumann-Strangfeld. Allein das Motiv des Pflasters lenke die Kleinen schon ab. „Natürlich ist das immer nur möglich, wenn es keine größere Verletzung ist.“ In diesen Fällen werden die Eltern informiert. Deshalb sei es wichtig, dass Eltern immer aktuelle Nummern hinterlassen, damit sie im Ernstfall von den Erzieherinnen erreicht werden können.

Ansonsten sei der Kühlakku häufig im Einsatz - bei kleinen Beulen oder Insektenstichen sei dies Trost für die Kinderseele. „Wir beobachten die Kinder immer ganz genau, denn jedes reagiert anders“, sagen beide Kita-Leiterinnen. Manche schreien laut, weinen, andere sind in sich gekehrt, ruhig. „Da muss man sehr sensibel sein.“ Sollten die Kleinen eine erhöhte Temperatur haben, können die Eltern entscheiden, ob sie sie nach Hause holen. „Bei Fieber gehören die Kinder aber nach Hause“, sagt Gunda Neumann-Strangfeld. Erst wenn sie 24 Stunden fieberfrei sind, dürfen sie wieder in die Kita.

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