Drei Fragen

Frank Heu: „Ursula von der Leyen ist eine Idealbesetzung“

Frank Heu, Vorsitzender der Herner Europa-Union

Frank Heu, Vorsitzender der Herner Europa-Union

Foto: Rainer Raffalski

Ursula von der Leyen ist am Dienstag zur neuen Präsidentin der EU-Kommission gewählt worden. Das sagt Frank Heu von der Europa-Union Herne.

Herne. Über die Wahl von Ursula von der Leyen zur Präsidentin der EU-Kommission sprach die WAZ mit Frank Heu, Vorsitzender der Herner Europa-Union.

Wie bewerten Sie die Entscheidung des Europäischen Parlaments?

Ich bin der festen Überzeugung, dass die Abgeordneten eine gute Wahl getroffen haben. Ursula von der Leyen ist eine Idealbesetzung für diese Position. Sehr froh bin ich auch darüber, dass eine Mehrheit zustande gekommen ist. Europa hätte sich sonst sehr blamiert.

Nun gab es aber doch im Vorfeld reichlich Kritik, vor allem auch an der Art und Weise der Nominierung. Wie stehen Sie dazu?

Man sollte bedenken, dass im Regelwerk der EU nun mal keine Spitzenkandidaten für das Amt vorgesehen sind, das von der Leyen nun übernimmt. Als sich abzeichnete, dass vorgesehene Bewerber keine Chance haben würden, bei einer Abstimmung eine Mehrheit zu erhalten, bedurfte es doch einer Alternative. Das Verhalten der SPD vor der Wahl, insbesondere des Verteilen von Papieren mit Punkten gegen die CDU-Politikerin, war völlig verfehlt.

Welches sind die drängendsten Aufgaben für von der Leyen?

Klimaschutz steht ganz oben auf der Liste. Für die Aufnahme von Flüchtlingen müssen Regelungen getroffen und in allen EU-Staaten der Mindestlohn eingeführt werden. Zudem ist der Schutz der europäischen Außengrenzen ein wichtiges Thema.

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