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„Duo“: Herne und Gelsenkirchen zeigen Arbeiten von Asensi

Enrique Asensi in den Herner Flottmann-Hallen.

Enrique Asensi in den Herner Flottmann-Hallen.

Foto: Ingo Otto

Herne.   Der spanische Bildhauer Enrique Asensi stellt in den Herner Flottmann-Hallen vor allem Skulpturen aus. Stein und Stahl sind seine Materialien.

Mit der Ausstellung „Duo“ laden die Flottmann-Hallen ab Sonntag zu einer großen Werkschau des spanische Bildhauers Enrique Asensi ein. Zusammen mit dem Kunstmuseum Gelsenkirchen zeigen sie über 70 aktuelle Arbeiten. Während in Gelsenkirchen kleinere Arbeiten, Zeichnungen und Wandbilder zu sehen sind, präsentiert Herne vorwiegend große raumgreifende Skulpturen.

Kombination von Stein und Stahl

Hat den Durchblick: Enrique Asensi in den Herner Flottmann-Hallen. Ingo Otto left true Enrique Asensi kombiniert in seinen Werken meist Stein und Stahl. Seine Arbeiten können frei im Raum stehen oder an der Wand lehnen. Der Stein wird in großen Platten aus dem Fels gebrochen. Oft lässt er die natürlichen Bruchspuren stehen. Oder er schlägt aus dem Stein sich wiederholende, wellenförmige Strukturen. Die belassenen oder bearbeiteten Formen treten in Korrespondenz zu geometrischen Stahlformen und ihren glatten Oberflächen. Manchmal scheint es, als ob der Stahl die gebrochenen Formen des Steins weiterführt. In anderen Werken scheint der in die geometrischen Stahlformen eingepasst zu sein.

Die rostige Farbe des Corten-Stahls kontrastiert die raue natürliche Struktur des Steins mit seinen vielfachen Abstufungen der Farbe, die von braun über grau bis Grün reichen können. Hier stehen sich Natur und vom Menschen geschaffenes technisches Material gegenüber. Enrique Asensi schafft es aber immer wieder, beide Materialien in einer harmonischen Form zu verbinden. „Die Kombination beider Materialien erzeugt immer eine Spannung“, stellt Enrique Asensi selbst fest. Diese Spannung könne sich dann auf den Betrachter übertragen.

Viele seine Arbeiten lassen Ausschnitte frei, die einen Durchblick auf die Umgebung ermöglichen. Je nach Standort des Betrachters verändert sich so der Blick auf den Raum, aber auch auf die Skulptur.

Zwei große Bilder ergänzen die Skulpturen

Zwei große Wandbilder ergänzen die Skulpturen. Hier trägt Enrique Asensi eine Schicht aus mit roten Pigmenten vermischtem Wachs auf, um sie mit einer zweiten schwarzen Schicht zu überdecken. Mit groben Ritzungen wird anschließend die dunkle Schicht zum Teil wieder abgelöst. So entsteht eine Oberfläche, die brutal und filigran zugleich erscheint. Die erinnert oft an die Strukturen seiner Steine. „Ich bin ja kein Maler“, versichert er. So bearbeitet er seine Bilder auch schon mal mit dem Beil oder dem Meißel.

Die locker im Ausstellungsraum der Flottmann-Hallen verteilten Skulpturen schaffen im Zusammenspiel mit den an den Wänden angelehnten Werken eine besondere Atmosphäre. Wie anders die Arbeiten in anderen Räumen wirken, zeigt der Besuch im Gelsenkirchener Museum.

>>> ERÖFFNUNG

Die Ausstellung in den Flottmann-Hallen wird am Sonntag um 13.30 Uhr eröffnet. Vorher geht es mit einer kostenlosen Busfahrt zum Kunstmuseum Gelsenkirchen. Die Busse fahren um 11 Uhr ab Flottmann-Hallen.

Zur Einführung spricht Prof. Friedhelm Mennekes.

Die Werke von Enrique Asensi sind in Flottmann-Hallen bis 7. Juli zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So, 14 bis 18 Uhr.

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