Innenstadt-Handel

Leerstände plagen die Behrensstraße in der Herner City

Zu vermieten: Diese Schilder hängen zurzeit an mehreren Schaufenstern in der Behrensstraße.

Zu vermieten: Diese Schilder hängen zurzeit an mehreren Schaufenstern in der Behrensstraße.

Foto: Bolsmann

Die Behrensstraße kämpft seit einiger Zeit mit Leerständen. Nun schließt auch die Boutique Ben Seeberg. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer.

Die einstigen Sorgenkinder City-Center und ehemaliges Hertiehaus erwachen aus ihrem Dornröschenschlaf, doch an anderer Stelle in der Herner Innenstadt kämpft man immer noch mit dem Problem der Leerstände: in der Behrensstraße.

In der kommenden Woche ist Schluss. Am Freitag, 31. August, schließt die Boutique Ben Seeberg ihre Türen endgültig, schon jetzt liegt kaum noch Ware im Geschäft. Ein weiterer Leerstand, nachdem der Kinderspielladen Hotzenplotz, die Geschenkartikel-Boutique Mikado, die Sonntagsnachrichten, aber auch der WAZ-Leserladen ausgezogen sind. Auch der Imbiss ist nach wie vor geschlossen.

Konkurrenz aus dem Internet ist ein Problem

Früher sei die Behrensstraße die „schöne Straße“ von Herne gewesen, sagt Makler Alexander Müller, der sich bei mehreren Ladenlokalen um eine Neuvermietung bemüht. Eine Ursache des Problems sieht er darin, dass die Konkurrenz aus dem Internet bei den „Einzelkämpfern“, die nur ein Geschäft haben, voll eingeschlagen habe.

Die Suche nach neuen Mietern sei für ihn als Herner eine Herzensangelegenheit, leicht sei die allerdings nicht. Die Nachfrage sei eher verhalten, es habe in manchen Fällen zwar Interesse gegeben, zum Beispiel aus dem Bereich Gastronomie, doch das sei dann wieder im Sande verlaufen. Müller glaubt, dass sich die Behrensstraße wieder erholen wird, allerdings werde sie dann wohl nicht mehr die Atmosphäre vergangener Jahre haben.

Nach Jahren ist Lokal der Neuen Apotheke vermietet

Doch es gibt schon jetzt erste Zeichen der Hoffnung. Timo Maiwald wird mit seiner Musikschule von der Mont-Cenis-Straße in das Ladenlokal der Sonntagsnachrichten ziehen. „Wir waren am Rande der Kapazität“, sagt Maiwald im Gespräch mit der WAZ-Redaktion. An der Mont-Cenis-Straße habe er nur fünf Übungsräume zur Verfügung, in der Behrensstraße sind es sieben.

Zusätzlich könne man jetzt im Kellerraum mit dem Schlagzeug auch mal richtig Krach machen. Timo’s Musikschule hat pro Woche rund 200 Schüler. Mit dem Umzug wolle er den Bestandskunden ein schöneres Ambiente bieten.

Alexander Müller hat unterdessen einen weiteren Hoffnungsschimmer. Nach Jahren des Stillstands habe er das ehemalige Ladenlokal der Neuen Apotheke an der Ecke zur Bahnhofstraße vermieten können. Es werde ein namhafter Filialist einziehen.

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