Junge Kultur

Alter Wartesaal im Herner Bahnhof setzt auf Mix der Sparten

Die Spielkinder kommen mit ihrem Programm "Groß, größer, am kleinsten", das schon bei den Ruhrfestspielen und bei Flottmann gefeiert wurde..

Die Spielkinder kommen mit ihrem Programm "Groß, größer, am kleinsten", das schon bei den Ruhrfestspielen und bei Flottmann gefeiert wurde..

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Herne.  Der Alte Wartesaal im Herner Bahnhof hat sich als Veranstaltungsort einen Namen gemacht. In den nächsten Wochen steht Spannendes auf dem Programm.

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Nach einem erfolgreichen Frühjahrsprogramm mit über 1700 Besuchern hat der Alte Wartesaal im Herner Bahnhof sein Veranstaltungsangebot für die zweite Jahreshälfte noch einmal erweitert. Das Emschertal-Museum der Stadt Herne, das für die Programmgestaltung verantwortlich zeichnet, setzt dabei auf einen Mix aus Etabliertem und Neuem.

Dabei sind wieder bewährte Partner wie Pottporus, das Herbert-Team und Theater Kohlenpott, was Katrin Lieske vom Emschertalmuseum freut. Und auch der im Museum erfolgreiche Nähworkshop „ARTbags“ fordert jetzt außerdem im Alten Wartesaal zur kreativen Taschengestaltung auf.

Feste und wechselnde Kooperationen mit Künstlern

Neben festen Kooperationen entstünden in jeder Spielzeit auch Projekte mit neuen Künstlern und Künstlerinnen, so Lieske. Dieses Mal zum Beispiel eine Ausstellung mit der Fotografin Meike Poese, die Schwarz-Weiß-Porträts unter dem Thema „Der Stuhl“ zeigt.

Zum Jahresabschluss gibt es am 22. Dezember dann noch ein besonderes Highlight: „Die Spielkinder“ und Gäste zeigen das Stück „Groß, größer, am kleinsten!“, das zuvor bereits bei den Ruhrfestspielen und in den Flottmann-Hallen aufgeführt worden ist. Neben den Beckmann-Geschwistern ist unter anderem Charly Hübner unter den Schauspielern. „Ein bisschen stolz sind wir schon, dass wir mit unserem vergleichsweise kleinen Wartesaal die Möglichkeit bekommen, ein solches Schauspiel-Kaliber zeigen zu können“, betont Katrin Lieske.

Künstler sollen den Wartesaal als „Labor“ nutzen

Bei der Zusammenstellung setzen die Programmverantwortlichen nicht allein auf Quantität. „Die Künstler müssen Freiheiten bekommen, sich kreativ zu verwirklichen und auszuprobieren“, sagt Chris Wawrzyniak, der die Netzwerkarbeit und strategische Entwicklung des Wartesaals unterstützt. „Gleichzeitig schauen wir ganz genau, welche Formate gut funktionieren und wie wir diese dann mit den Künstlern und Künstlerinnen weiterentwickeln können. Wir verstehen uns als Labor für junge Kultur in Herne.“

Geplant sind unter anderem diese Veranstaltungen. Zum Auftakt spielt das Jazztrio The Spam mit Christian Hammer (30. September). Neben der Fotoausstellung von Meike Poes (ab 11. Oktober) gibt es eine Gruppenausstellung zum Pottporus-Festival Infusion #10 (10.-30. November). Am 13. Oktober ist der Wartesaal Gegenstand einer kulturhistorischen Führung.

Unter dem Titel „Eiscafé Europa“ kommt die Essayistin Enis Maci zur Lesung mit Gespräch (31. Oktober). Sie verknüpft gesellschaftspolitische Fragen mit Popkultur. Stefan Gemmel liest aus „Befreiungsschlag - Der Weg aus der Gewalt (12. Dezember). „When you look at me – Schau mich doch einfach an!“ fordert das Theater Kohlenpott / Junge Szene Kohlenpott am 14. Dezember sein Premierenpublikum im Wartesaal auf. Und auch der Hin- und Herbert-Artremix mit junger Kultur findet am 7./8. Dezember wieder im Wartesaal statt. ei

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