Umwelt

Als Ausgleich für A 43-Ausbau entsteht Rinderweide in Herne

Rotes Höhenvieh soll demnächst auf den Weiden an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel grasen.

Rotes Höhenvieh soll demnächst auf den Weiden an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel grasen.

Herne.   Die A 43 wird bei Herne auf sechs Spuren erweitert. Als Ersatz für die Einschnitte in die Natur soll eine Weide entstehen – für bedrohte Rinder.

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Eine 21 Hektar große Viehweide wollen Straßen.NRW und die Emschergenossenschaft zum Ausgleich für den Ausbau der A 43 anlegen. Auf der Fläche an der Stadtgrenze Herne/Castrop-Rauxel sollen ab Herbst 2019 rund 15 Rinder der Rasse „Rotes Höhenvieh“ grasen. Das Projekt diene dem Umwelt- und Tierschutz, erläutert Anton Kurenbach, Sprecher von Straßen.NRW. Auf der Fläche entstehe eine klassische Weidenlandschaft, wie sie in der Vergangenheit üblich war und biete zahlreiche Vogelarten eine Heimat.

Zudem wolle man das zwischenzeitlich vom Aussterben bedrohte „Rote Höhenvieh“ schützen. „Auf den Weiden kommt es dann als natürlicher Rasenmäher zum Einsatz“, so der Sprecher. Um die Tiere werde sich ein Bauer aus Castrop-Rauxel kümmern, dem die Rinder jetzt schon gehörten, so Kurenbach, und meinte augenzwinkernd, dass Straßen.NRW nicht landwirtschaftlich tätig werden wolle.

Das Grundstück von Straßen.NRW und das der Emschergenossenschaft seien durch Wege und einen Autobahntunnel miteinander verbunden.

Die Vorarbeiten für das Projekt beginnen, so Kurenbach, in diesen Tagen. Zunächst werde auf dem Gebiet von Straßen.NRW ausgesät, später auf dem der Emschergenossenschaft. Damit schaffe man die Voraussetzungen, dass die Tiere ab dem Herbst dort weiden könnten. Vorgesehen sei zudem, demnächst Zäune und Tore an den Weidegrenzen aufzustellen.

Informationen für die Anwohner per Brief

Um auch die Anwohner über das Vorhaben zu informieren, haben Landesbetrieb und Emschergenossenschaft den Bürgern bereits einen Brief geschickt und darin das Projekt erläutert. Für den Sommer sei eine Informationsveranstaltung geplant, so der Sprecher des Landesbetriebes.

Der Ausgleich erfolgt für den Ausbau des 4,2 langen Teilstücks der A 43 zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und der Anschlussstelle Bochum-Riemke. Ein Erweiterung der A 42 in Höhe der unmittelbar an die Autobahn grenzenden Weideflächen ist laut Kurenbach aktuell nicht vorgesehen.

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