Herne.
An der Fritz-Reuter-Straße in Röhlinghausen entsteht das Albert-Schweitzer-Carré.

An der Fritz-Reuter-Straße in Röhlinghausen entsteht das Albert-Schweitzer-Carré.

Foto: Hans Blossey

Herne.   Der Caritasverband Herne eröffnet im Albert-Schweitzer-Carré in Röhlinghausen zwei ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaften für insgesamt 20 Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf. Den Mietvertrag für diese vergleichsweise neue Wohnform, die ab Sommer 2020 im Albert-Schweitzer-Haus ihre Tore öffnen wird, unterzeichnete Caritas-Vorstand Ansgar Montag jetzt bei der Wohnungsgenossenschaft Wohnstätten Wanne-Eickel, die das neue Quartier zurzeit auf einem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal an der Eichendorff-/Fritz-Reuter-Straße errichtet.

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Der Caritasverband Herne eröffnet im Albert-Schweitzer-Carré in Röhlinghausen zwei ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaften für insgesamt 20 Menschen mit besonderem Betreuungsbedarf. Den Mietvertrag für diese vergleichsweise neue Wohnform, die ab Sommer 2020 im Albert-Schweitzer-Haus ihre Tore öffnen wird, unterzeichnete Caritas-Vorstand Ansgar Montag jetzt bei der Wohnungsgenossenschaft Wohnstätten Wanne-Eickel, die das neue Quartier zurzeit auf einem rund 11.000 Quadratmeter großen Areal an der Eichendorff-/Fritz-Reuter-Straße errichtet.

Die Wohngemeinschaften für jeweils zehn Mieterinnen und Mieter entstehen im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss des Gebäudes. Jeder Mieter erhält ein eigenes, etwa 23 Quadratmeter großes Zimmer mit Bad. Eine große Wohnküche, eine Terrasse und ein Garten werden gemeinschaftlich genutzt. Caritas-Vorstand Ansgar Montag: „Unsere Mieterinnen und Mieter leben in den Wohngemeinschaften einen familienähnlichen Alltag. Wir als Caritas sind dort rund um die Uhr präsent, mit Alltagsbegleitern, Pflegekräften sowie einer Ordensschwester, die dem Tagesablauf Struktur geben und die Miete-rinnen und Mieter je nach Bedarf begleiten und betreuen.“

Große Akzeptanz für neue WGs

Mit der Vermietung der 20 Zimmer will die Caritas Ende des Jahres beginnen. Das WG-Angebot richtet sich an alle Menschen, die Betreuung benötigen, vor allem an Menschen mit Demenz, so Ansgar Montag. Neben den Wohngemeinschaften werden im Albert-Schweitzer-Haus 13 bereits vermietete Wohnungen mit Größen zwischen 47 und 87 Quadratmeter sowie eine Gästewohnung entstehen. „Unter unseren neuen Nutzern gibt es eine große Akzeptanz für die beiden Wohngemeinschaften“, hat Wohnstätten-Vorstand Gunna Wiatr erfahren. Diese Akzeptanz spürt Ansgar Montag auch im Stadthaus am Robert-Brauner-Platz, wo die Caritas bereits ein ähnliches Projekt wie in Röhlinghausen realisiert hat.

Mieter können ein selbstbestimmtes Leben führen

Der Mietvertrag zwischen den Wohnstätten und der Caritas beginnt mit Fertigstellung des Hauses und gilt für zehn Jahre – „plus Option auf weitere zehn Jahre“, so Alexander Sturm, Vorsitzender des Caritasrates. Die Mieter der WG zahlen für ihre Wohnung etwa 2500 Euro im Monat, darin sind die Miete, Nebenkosten, Haushaltsgeld und die Betreuungspauschale enthalten. Sturm: „Das ist vergleichbar mit anderen Wohnheimen. Und hier können die Mieter ein selbstbestimmtes Leben führen, für das auch die Mitarbeit der Angehörigen erwünscht ist.“ Falls die eigenen finanziellen Mittel nicht ausreichen, übernimmt die Stadt Herne den fehlenden Anteil.

Wohnquartier für etwa 170 Menschen

Das Albert-Schweitzer-Carré ist als lebendiges Wohnquartier für etwa 170 ältere Menschen, Alleinstehende, Paare und Familien gedacht. Gebaut werden Wohnungen mit einer Größe von etwa 60 bis 104 Quadratmetern. Dazu kommen sechs familienfreundliche Doppelhaushälften sowie das Albert-Schweitzer-Haus, in dem unter anderem die beiden ambulant betreuten Wohngemeinschaften Platz finden. Die Erdarbeiten haben im November 2017 begonnen, die ersten Wohnungen sollen im September 2019 bezogen werden.

Größte Wohnungsgenossenschaft in Herne

Seit Januar 2017 firmiert die ehemals Gemeinnützige Wohnstättengenos-senschaft Wanne-Eickel eG unter dem Namen „Wohnstätten Wanne-Eickel eG.“ Mit rund 2000 Wohnungen und knapp 4000 Mitgliedern ist sie die größte Wohnungsgenossenschaft in Herne. Allein in den vergangenen fünf Jahren investierten die Wohnstätten etwa 32 Millionen Euro in Neubau und Modernisierung. Sie versteht sich nicht allein als Anbieter für bezahlbaren Wohnraum, sondern auch als Vermittler von Service und Dienstleistungen für alle Zielgruppen sowie als Entwickler von Stadtteilen und Quartieren.

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