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Wie Christiane Keim in Herdecke Wandel in der Kosmetik sieht

Kosmetikerin Christiane Keim, die auch vielen Wetteranern bekannt sein dürfte, feiert in ihrem Herdecker Studio nun 40 Jahre Selbstständigkeit.

Kosmetikerin Christiane Keim, die auch vielen Wetteranern bekannt sein dürfte, feiert in ihrem Herdecker Studio nun 40 Jahre Selbstständigkeit.

Foto: Elisabeth Semme

Herdecke.  Unternehmerin in Herdecke: Christiane Keim, die seit 40 Jahren ein eigenes Studio betreibt, betrachtet den Wandel in der Kosmetikbranche.

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„Ich verwöhne gerne Menschen. Das ist mein Ding“, sagt Christiane Keim. Die Kosmetikerin, die seit 2007 ihr Studio „Für mich“ an der Zeppelinstraße 10 in Herdecke betreibt, blickt in diesen Tagen auf 40 Jahre Selbstständigkeit zurück. Eine gute Gelegenheit für die gebürtige Hagenerin, auch einmal einen Blick auf den Bedeutungswandel von Kosmetik im Laufe der vergangenen Jahrzehnte zu lenken.

Ihre Ausbildung absolvierte Christiane Keim bei Gertraud Gruber am Tegernsee. Die Kosmetikerin und Unternehmerin gilt als Vorreiterin der Wellness-Bewegung und gründete 1955 am Tegernsee die erste Schönheitsfarm in Europa. „Mir war schon immer klar, dass ich mich selbstständig machen würde“, erinnert Christiane Keim sich an die Anfänge ihres Berufslebens. So eröffnete sie im Oktober 1979 ihr erstes Kosmetikstudio in der Kampstraße in Hagen. Es folgten Umzüge in die Goldbergstraße und von dort ins Elternhaus auf Emst.

Ausbildung bei einer Vorreiterin

„Durch meinen Ehemann Thorsten Keim, der Wetteraner ist und viele Kontakte auch nach Herdecke hat, kam ich schließlich vor zwölf Jahren mit meinem Studio hierher an die Zeppelinstraße“, so die 62-Jährige. Viele ihrer allerersten Kunden kommen noch heute regelmäßig aus Hagen nach Herdecke. „Teilweise behandle ich drei Generationen hier; also die Großmutter, deren Tochter und Enkeltochter. Ich habe Mütter, die auch zwischen Schwangerschaft und Geburt nie eine Behandlung ausgelassen haben“, erzählt Christiane Keim, die sich Zeit ihres Berufslebens immer darüber im Klaren war, dass sie für ihre Kunden manchmal auch Psychologin und Kummerkasten ist.

„Farbe und Äußerlichkeiten“, das verbinden laut Christiane Keim viele Menschen mit Kosmetik. „Ich verbinde damit mit Ausstrahlung, Ausdruck und Wohlbefinden. Ich möchte mit meinen Händen bei den Menschen etwas Positives bewirken, das nach außen strahlt“, sagt die Unternehmerin. „Wer seine Falten liften lässt, hat deswegen noch keinen besseren Ausdruck im Gesicht.“

Sie weiß, dass bei kosmetischen Behandlungen Hände immer öfter durch Apparate ersetzt werden: „Da übernehmen Geräte die Massagen und Produkte werden mit Strom eingearbeitet. Aber das ist nicht meine Philosophie.“ Sie beobachte, dass gerade bei jüngeren Frauen das Äußere sehr wichtig sei: „Sie wollen schnell einen positiven optischen Effekt haben. Das spiegelt natürlich die Schnelllebigkeit unserer Zeit wider.“ Die Wahl-Wetteranerin mit Arbeitsplatz in Herdecke verfolgt dagegen einen eher ganzheitlichen Ansatz: „Als ausgebildete Entspannungspädagogin, die auch in der Klangmassage ausgebildet ist, kann ich diese Massagen allein oder auch in Kombination mit einer klassischen Kosmetikbehandlung durchführen. Ergänzend gebe ich Rat in Sachen basischer Ernährung.“

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