Verbandsversammlung

Wahl-Premiere: Herdeckerin sitzt für Grüne im Ruhrparlament

Kirsten Deggim aus Herdecke sitzt künftig für die Grünen sowohl im Ruhrparlament als auch im EN-Kreistag.

Kirsten Deggim aus Herdecke sitzt künftig für die Grünen sowohl im Ruhrparlament als auch im EN-Kreistag.

Foto: Privat

Herdecke/Wetter.  Kirsten Deggim (Grüne Herdecke) und Sabine Mayweg (CDU Wetter) ergatterten jeweils einen der Sitze im erstmals direkt gewählten Ruhrparlament.

Bei der ersten Direktwahl zum Ruhrparlament, der Verbandsversammlung des Regionalverbandes Ruhr (RVR), lieferten sich die zwei Parteien ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Wahlbeteiligung lag mit 47 Prozent leicht unter dem Wert der Kommunalwahlen in NRW (51,1 Prozent).

Das Ergebnis nach der Auszählung in allen 53 Städten und Gemeinden: Die SPD ist die stärkste Fraktion im neuen Ruhrparlament. Sie hat nach dem vorläufigen Ergebnis 29,38 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen und erhält 29 der insgesamt 91 Sitze. Listenplatz 43 reichte für Daniel Pilz aus Wetter nicht: Der derzeitige SPD-Fraktionschef im Kreistag sitzt im Gegensatz zum wiedergewählten Landart Olaf Schade nicht im neuen Ruhrparlament.

Mit 27,18 Prozent konnte die CDU die zweitmeisten Stimmen auf sich vereinen und kommt auf 27 Sitze. Somit kann Sabine Mayweg aus Wetter dank ihrer guten Platzierung auf Rang neun der Kandidatenliste der Christdemokraten, die zuvor die größte RVR-Fraktion mit 50 Vertretern stellte, die Arbeit in dem Gremium fortsetzen.

Grünen folgen auf SPD und CDU

Drittstärkste Kraft werden die Grünen mit 20,32 Prozent und 20 Sitzen. Das sorgte für Freude bei Kirsten Deggim. Die Herdeckerin ließ sich erstmals von ihrer Partei aufstellen und schaffte auch den Einzug in den EN-Kreistag. Deggim, seit Kurzem Vorsitzende der heimischen Werbegemeinschaft, erhielt über Listenplatz 15 ein Mandat für die RVR-Verbandsversammlung. „Ich bin total überwältigt und sehr dankbar für die Stimmen und Unterstützung. Ab jetzt fängt die Arbeit und die Umsetzung an. Kreistag Ennepe-Ruhr und Ruhrparlament – ich komme“, lautete der Kommentar der MarketingFachfrau auf ihrer Facebookseite.

Bei der Direktwahl zum Ruhrparlament erhielt die AFD 7,06 Prozent und sieben Sitze. Vier davon können auch die Linke (4,11 %) und die FDP mit 3,69 Prozent der Stimmen für sich beanspruchen. Das reichte nicht für Jenny Westermann aus Wetter, die auf der 20-köpfigen Liste der Freien Liberalen als Sechste nominiert worden war.

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