Stadtmarketing

Thorsten Keim trägt die Wetter-DNA in sich

Ein starkes Team für die Stadt Wetter: (von links) Markus Drüke, Thorsten Keim, Tina Huth, Bürgermeister Frank Hasenberg und Rainer Zimmermann.

Ein starkes Team für die Stadt Wetter: (von links) Markus Drüke, Thorsten Keim, Tina Huth, Bürgermeister Frank Hasenberg und Rainer Zimmermann.

Foto: Yvonne Held / WP

Thorsten Keim ist neuer hauptamtlicher Leiter des Stadtmarketings Wetter. Im Gespräch stellt er vor, was er für die Stadt plant.

Die Aufbruchstimmung ist den Teilnehmern der Pressekonferenz anzumerken. Der Vorstandsvorsitzende des Stadtmarketings Markus Drüke, Bürgermeister Frank Hasenberg, Rainer Zimmermann von der Wirtschaftsförderung und Tina Huth vom Stadtmarketing blicken vorfreudig in die Runde. Grund für das Treffen ist die Vorstellung des neuen hauptamtlichen Leiters des Stadtmarketings Wetter Thorsten Keim.

Weiterentwicklung notwendig

„Wir haben 2017/18 ein neues Konzept erstellt, die Satzung geändert und eine neue Beitragsordnung festgestellt. Es wird Zeit, dieses Konzept mit Leben zu füllen, doch das funktioniert nur über Menschen“, begann Markus Drüke seine Ausführung. „Wir hatten viele Bewerber, aber am Ende haben wir uns einstimmig und überzeugt für Thorsten Keim ausgesprochen. Er hat einfach diese Wetter-DNA“, fährt Drüke fort. Bürgermeister Frank Hasenberg ergänzt: „Das Stadtmarketing arbeitet bereits sehr gut, aber jetzt ist eine Weiterentwicklung notwendig, die allein durch ehrenamtliche Kräfte nicht mehr zu stemmen ist.“

„Ich bin wieder hier“

Thorsten Keim selbst beginnt seine Vorstellung mit Zeilen aus einem Marius Müller-Westernhagen Klassiker. „Ich bin wieder hier in meinem Revier.“ Denn der neue Leiter des Stadtmarketings wohnt nicht nur in Wetter, sondern begann auch seine berufliche Karriere in der Ruhrstadt. Anfang der 90er-Jahre machte er sein Volontariat bei der Zeitung, blieb als Jungredakteur zunächst in der Harkortstadt, bevor es ihn in den Sport- und Politikteil der Zeitung zog. Zuletzt war er für die Mantelredaktion der Westfalenpost tätig. Doch als die Stelle als Leiter des Stadtmarketings ausgeschrieben wurde, brauchte er nicht lange zu überlegen. „Für mich ist das nicht nur eine Profession, sondern auch Passion“, schwärmt er. Derzeit befindet er sich auf Kennenlernrunde in der Stadt. „Mir liegt viel daran, die Leute persönlich zu treffen und nicht nur am Telefon zu sagen, dass ich der Neue bin“, so Keim. Bei seiner Tour hört wer sich auch die Probleme der Betreffenden an und nimmt Anregungen entgegen.

Wir-Gefühl stärken

Seine Aufgaben für die Zukunft im Stadtmarketing hat er für sich bereits klar definiert. „Die Profilierung, Vermarktung und Stärkung der Stadt Wetter und zwar in allen Bereichen wir Wirtschaft, Kultur und Wohnen“, erläutert Keim. „Wir müssen das Wir-Gefühl in dieser Stadt stärken. Stadtteildenken ist obsolet. Gemeinsam können wir etwas erreichen“, propagiert er. Das bedeute aber nicht, das Engagement der Einzelnen in den Stadtteilen zu untergraben, sondern die verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen unter ein gesamtstädtisches Dach zu bringen. So will er beispielsweise Vereine unterstützen, die sich bereits engagieren und ihnen beispielsweise in Verwaltungsfragen zur Seite stehen.

Servicestation Stadtmarketing

Ein weiteres konkretes Ziel seinerseits ist es, das Stadtmarketing und das damit verbundene Büro stärker als Servicestation einzubinden. So soll es beispielsweise mehr als bisher als Kartenvorverkaufsstelle eingebunden werden. „Wir erhoffen uns dadurch eine höhere Frequenz“, sagt Keim. Sehr viel Luft nach oben sieht er im Bereich Tourismus. „Wir müssen es schaffen, beispielsweise die Radtouristen vom Ruhrtal-Radweg mehr in unser Städtchen zu locken“, sagt der neue Leiter des Stadtmarketing. Dazu gehören für ihn auch ein Hotelbau, die Veranstaltung Perlen an der Ruhr, die Belebung der Burgruine und die Nutzung des Wasserwerks Volmarstein.

Angebot, das es bei Amazon nicht gibt

Stadtmarketing bedeutet für Thorsten Keim aber auch eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung. „Wir brauchen ein Netzwerk Wirtschaft“, sagt er. „Ich möchte als Impulsgeber für den örtlichen Einzelhandel fungieren. Der Kunde braucht heute ein Angebot, das er bei Amazon und Co nicht findet“, weiß Keim. Wie das konkret aussehen kann, will er noch nicht sagen. Zunächst möchte Keim die Einzelhändler besuchen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Für ihn geht es bei den Geschäften auch darum, die Aufenthaltsqualität zu steigern, beispielsweise mit einem Musikabend, an dem die Kunden von Klaviermelodien oder einem Saxophon beim shoppen begleitet werden. Konkrete Planungen sollen sich aber erst entwickeln. „Ich sehe mich als Moderator“, sagt Keim.

Seinen ersten offiziellen Amtstermin hat Thorsten Keim am Dienstagabend in der Sitzung des Stadtentwicklungs-, Wirtschaftsförderungs- und Bauausschusses, in der er vorgestellt wird.

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