Stadtgeschichts-Zeugnisse erhalten

Gräber und Grabanlagen aus der Frühzeit des Friedhofs sind kaum mehr erhalten. Allerdings stammen einzelne Denkmäler aus den Jahren nach 1840. „Dagegen finden sich aus der Zeit nach 1900 bis 1950 noch eine ganze Reihe von Grabanlagen und Denkmälern“, so Willi Creutzenberg in seinem Antrag zum Ruhepark. Der Begriff soll zeigen, dass entlang der Zeppelinstraße ein Ort der Besinnlichkeit entstehen soll, wobei auch die Nutzung als Friedhof wieder verstärkt werden soll. Was für die Bürger erhalten werden sollte, hat Creutzenberg zwecks Beratung in Politik und Verwaltung aufgelistet.

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Gräber und Grabanlagen aus der Frühzeit des Friedhofs sind kaum mehr erhalten. Allerdings stammen einzelne Denkmäler aus den Jahren nach 1840. „Dagegen finden sich aus der Zeit nach 1900 bis 1950 noch eine ganze Reihe von Grabanlagen und Denkmälern“, so Willi Creutzenberg in seinem Antrag zum Ruhepark. Der Begriff soll zeigen, dass entlang der Zeppelinstraße ein Ort der Besinnlichkeit entstehen soll, wobei auch die Nutzung als Friedhof wieder verstärkt werden soll. Was für die Bürger erhalten werden sollte, hat Creutzenberg zwecks Beratung in Politik und Verwaltung aufgelistet.

Ehrengrabfelder

Zunächst sind da die Gräber, die auf Dauer erhalten werden sollten. Dazu zählt der Historiker die jüdischen Gräber am Wienberg. Erster Grabstein ist der Stein von Josef Blumenthal, der sich 1840 in Herdecke niederließ, letzte Beerdigung war jene von Leopold Speyer 1938. Grundsätzlich bleiben sollen auch die Ehrengrabfelder für die Opfer der beiden Weltkriege. Dazu zählen auch die Felder für russische Kriegsgefangene und Opfer von Zwangsarbeit. Ehrengräber gibt’s auch für Otto Hellmuth, Herdeckes Bürgermeister von 1952 bis 1964, und Wilhelm Finke, ab 1946 erster Stadtdirektor in Herdecke.

Ein gutes Dutzend Familiengruften sollen nach Creutzenbergs Vorschlag komplett erhalten bleiben. Sie tragen die Namen Böllhoff, Gapp, Renckhoff, Funke/DeMyn, Habig, Herminghaus und Dörken. Sie verweisen auf Herdeckes Wirtschaftsgeschichte und sind zugleich künstlerische Zeugnisse.

Creutzenberg benennt noch weitere Grabsteine, die auch nach der Aufhebung der Gräber nicht einfach verschwinden sollten. Vom traditionsreichen Konditor Humpe über den Fuhrunternehmer Thöne bis hin zum Steinbruchbetreiber Buchmeier oder der Gastwirtsfamilie Kurzbach: Auch sie seien Zeugen der Stadtgeschichte.

Idee für die Urnenmauer

Für die Tafeln in der Urnenmauer hat Creutzenberg einen praktischen Vorschlag: Nach Ablauf und anschließender Neubelegung könnten sie einfach am Fuß der Mauer abgelegt werden.

Ihm ist klar, dass die Vorschläge im Einzelfall diskutiert werden müssen. Dabei plädiert Creutzenberg aber „eher für einen großzügigen Erhalt von Grabmälern, da bereits sehr viel historische Substanz des Friedhofs unnötigerweise verloren gegangen ist.“

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