Ehrenamt

Stadt Herdecke zeichnet engagierte Ehrenamtliche aus

Stadtsprecher Dennis Osberg und Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster sind gespannt auf die Vorschläge der Herdecker. 

Stadtsprecher Dennis Osberg und Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster sind gespannt auf die Vorschläge der Herdecker. 

Foto: Yvonne Held / WP

Herdecke.  Zum ersten Mal wird in Herdecke der Heimat-Preis verliehen. Er stellt Menschen in den Mittelpunkt, die sich ehrenamtlich verdient gemacht haben.

Es gibt sie eigentlich überall. Ohne sie, würde es in den meisten Städten ziemlich düster aussehen. Die Rede ist von den guten Seelen, die sich meist im Hintergrund zum Wohle anderer engagieren. Diese Ehrenamtlichen möchte die Stadt Herdecke nun mit dem Heimat-Preis auszeichnen. Dafür werden nun Vorschläge gesucht.

Insgesamt ist der Heimat-Preis mit 5000 Euro dotiert. Das Geld stammt aus dem Fördermittelprogramm „Heimat.Zukunft.Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet.“ des Landes NRW. In der ersten Sitzungsperiode hatte sich der Rat der Stadt Herdecke dafür ausgesprochen, dass die Stadt sich darum bewerben soll. Die Zusage ist nun da.

Kriterien für die Preisträger

Der Rat hatte in der Sitzung auch gleich Kriterien festgelegt, was die zukünftigen Preisträger mitbringen sollten. Sie haben vorgeschlagen, dass die Ehrenamtlichen Projekte oder Maßnahmen initiiert haben müssen, die zum Erhalt und zur Pflege von Brauchtum und Tradition beitragen, die lokale Identität stärken, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verwurzelung der Bürger in der Gemeinde fördern oder Heimat und Heimatgeschichte erleb- und sichtbar machen sowie Begeisterung für lokale Besonderheiten schaffen. „Natürlich müssen nicht alle Punkte erfüllt sein, aber desto mehr Übereinstimmungen es gibt, desto besser ist das natürlich“, erläutert Stadtsprecher Dennis Osberg. Und es gibt ein paar weitere Punkte zu beachten: Die Preisträger müssen ihren Wohnsitz in Herdecke haben. Außerdem müssen die Projekte und Maßnahmen allgemein zugänglich, zukunftsorientiert und nachhaltig sein.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren denn genau ab? Jeder, der die Kriterien erfüllt oder jemanden kennt, auf den mindestens einer der Punkte zutrifft, kann sich selbst oder eben die entsprechende Person oder auch Gruppe vorschlagen. Bedingung: Der Vorgeschlagene muss mit der Nominierung einverstanden sein. In der Bewerbung sollte in jedem Fall Bezug auf die Vergabekriterien genommen werden und der Jury ein umfassender Eindruck vom Projekt gegeben werden. Die Vorschläge werden dann per Mail an die Adresse heimatpreis@herdecke.de oder per Post an die Stadt Herdecke, Kirchplatz 3, mit dem Stichwort Heimat-Preis geschickt. Einsendeschluss ist der 9. September.

Jury entscheidet

Ab dann übernimmt eine Jury, die aus acht Personen besteht. Darin vertreten sind Vertreter der Ratsfraktionen sowie der Verwaltung. Sie sichten alle Bewerbungen und entscheidet dann über die Preisträger. Ob ein oder mehrere Plätze vergeben werden, steht noch nicht fest. „Das kommt darauf an, wie überzeugend die Vorschläge sind“, erläutert Osberg. Und die dann benannten Preisträger dürfen sich noch weitere Hoffnungen machen. Das Land NRW wird aus den Siegern ebenfalls nochmal besondere Projekte herausnehmen und selbst Landes-Heimat-Preise vergeben. „Ich finde, dass der Heimat-Preis eine super Anerkennung für die Ehrenamtlichen ist. Vielleicht dient er auch als Ansporn für Jugendliche, sich zu engagieren. Deshalb danke ich auch Gundula König von unserer Wirtschaftsförderung, die diesen Preis für unsere Stadt ausfindig gemacht hat“, sagt Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster.

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