Stadtplanung

Politiker besorgt um den Zukunftsspielplatz Heilkenstraße

Daumen hoch: Kinder spielen auf dem Spielplatz Heilkenstraße.

Daumen hoch: Kinder spielen auf dem Spielplatz Heilkenstraße.

Foto: Corinna Ludwig Ten-Cate / WP

Der Spielplatz Heilkenstraße ist als Zukunftsspielplatz eingeordnet. Der Ausschuss beriet, wie das mit der KiTa überein gehen kann.

In seiner jüngsten Sitzung musste sich der Stadtentwicklungs-, Wirtschaftsförderungs- und Bauausschuss mit der Frage beschäftigen, ob ein Bebauungsplan für die Kindertagesstätte Heilkenstraße aufgestellt werden soll. Bauchschmerzen bereitet einigen Ausschussmitgliedern der angrenzende Spielplatz Heilkenstraße, der sehr gut angenommen wird.

Grüne stellen Antrag

So formulierten die Grünen bereits im Vorfeld den Antrag, dass der Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsverfahren in die nächste Sitzung verschoben werden soll und die Stadt bis dahin eine Liste von städtischen Grundstücken in Grundschöttel und Volmarstein erstellt, die von der Größe her geeignet wären. Sollte sich kein weiteres geeignetes Grundstück finden, so solle die Bebauungsfläche in östlicher Richtung hangaufwärts verschoben werden. Letzter Punkt des Antrags war, dass sichergestellt werden soll, dass der Heilkenspielplatz wie beschlossen, gegebenenfalls unter neuen Konditionen als Zukunftsspielplatz erhalten und ausgebaut wird.

Hintergrund Spielplatzkonzept

Die Stadt Wetter hat ein Spielplatzkonzept erarbeitet, das seit 2017 umgesetzt wird. Insgesamt 1,5 Millionen sollen bis 2022 zur nachhaltigen Qualitätssicherung investiert werden. Das sind jährliche Investitionen in Höhe von 250 000 Euro. Dabei wurden die Spielplätze in vier Kategorien unterteilt: Zukunftsspielplätze (mindestens 2000 Quadratmeter, vielfältiges, attraktives Spiel- und Bewegungsangebote mit zum Teil außergewöhnlichen Spielgeräten) zeichnen sich durch eine hohe Aufenthaltsqualität aus und sind für alle Altersgruppen angelegt und schließen inklusive Spielangebote mit ein. Dazu gehört auch der Spielplatz an der Heilkenstraße. Schwerpunktspielplätze (mindestens 1000 Quadratmeter) soll es zentral in jedem Stadtteil (unter Berücksichtigung vorhandener Zukunftsspielplätze) geben. Diese Plätze sind für alle Altersgruppen geeignet und stellen sicher, dass es flächendeckend Spielplätze mit guter Ausstattungsqualität im Stadtgebiet gibt. Quartiersspielflächen (möglichst 400 Quadratmeter) stellen eine wohnortnahe Versorgung für Kleinkinder und Grundschulkinder dar. Begegnungsplätze- bzw Flächen sind keine Spielplätze im eigentlichen Sinne, sondern dienen als Orte zum Treffen, Ausspannen und Spielen.

Diskussion zum weiteren Vorgehen

Birgit Gräfen-Loer, Fachbereichsleiterin Bauwesen, und Bürgermeister Frank Hasenberg versuchten in der Diskussion um die Aufstellung des Bebauungsplans die Sorgen der Ausschussmitglieder zu mildern. „Wir haben bereits Alternativen geprüft“, sagte Gräfen-Loer. Beispielsweise einen Bau an der Eilper Höhe oder der Wolfgang Reuter Straße. Doch diese Grundstücke eigneten sich aus verschiedenen Gründen nicht. In Bezug auf den Spielplatz beschwichtigte Gräfen-Loer: „Der Bau könnte als Chance genutzt werden, den Spielplatz umzuplanen.“ Und selbstverständlich werde der Ort weiterhin als Zukunftsspielplatz geplant. Bürgermeister Frank Hasenberg bestätigte das. „Der Spielplatz soll nicht eingeschränkt werden, sondern im Gegenteil sogar weiterentwickelt werden, nur unter anderen Voraussetzungen“, erläuterte er. Er brachte ein zusätzliches Argument für den Baustandort an der Heilkenstraße ein: „Wir würden den Verkehr zudem durch einen Stich separieren“, sagt er. Die Möglichkeit sei dort gegeben. „Die Akzeptanz der KiTa muss in der Nachbarschaft bleiben“, meinte er. „Und der angrenzende Wald sei für einen Kindergarten auch von Vorteil.“

Müll abgeladen

Gerd Michaelis von den Bürgern für Wetter brachte ein weiteres Argument ein, das gegen den Standort Heilkenstraße sprechen könnte. „Dort wurde früher der Müll abgekippt“, sagte er. Dieser sei dann später verschüttet worden. Gräfen-Loer nickte und meinte: „Das würden wir dann prüfen und gegebenenfalls mit einer Bodenplatte arbeiten, so dass wir nicht tief ins Erdreich müssten.“ Grundsätzlich gaben aber sowohl sie als auch der Bürgermeister zu bedenken, dass die Aufstellung eines Bebauungsplans nicht bedeutet, dass die Planungen in Stein gemeißelt sind, sondern lediglich, den Weg dafür frei macht, die Möglichkeit eines Baus dort zu prüfen. Vor diesem Hintergrund gab der Ausschuss letztlich mit zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen seine Zustimmung zum Antrag.

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