Feuerwehr-Einsatz

Landwirt sorgt sich nach Scheunen-Brand um neue Reithalle

Durch den Brand der hölzernen Scheune, die mit Stroh- und Heuballen gefüllt war, geriet die neue Reithalle (links im Bild) ins Visier der Freiwilligen Feuerwehr. Die konnte ein Übergreifen der Flammen verhindern.

Durch den Brand der hölzernen Scheune, die mit Stroh- und Heuballen gefüllt war, geriet die neue Reithalle (links im Bild) ins Visier der Freiwilligen Feuerwehr. Die konnte ein Übergreifen der Flammen verhindern.

Foto: Alex Talash

Grundschöttel.  Die Scheune in Grundschöttel war nicht mehr zu retten, so die Feuerwehr Wetter. Am Einsatzort äußerte sich auch der Landwirt als Eigentümer.

Zweimal stadtweiter Sirenenalarm in der Nacht, starke Rauchentwicklung am Morgen, dazu eine Warnmeldung an die Bevölkerung: Am frühen Sonntag ist zwischen Grundschöttel und Voßhöfen eine Scheune niedergebrannt. Um 3.45 Uhr mussten die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Wetter aus ihren Betten. Als sie im Blumental ankamen, stand in der Straße Im Steinhausen das Holzgebäude lichterloh in Flammen. Dort befand sich neben einem landwirtschaftlichen Anhänger reichlich Heu.

Um 8.54 Uhr rief die Kreisleitstelle Ennepe-Ruhr dann die Bevölkerung auf, angesichts der erhöhten Geruchsbelästigung und Rauchentwicklung sowie wegen der vorherrschenden Windrichtung vorsorglich Fenster und Türen zu schließen oder auch Klima- und Lüftungsanlagen abzuschalten. Diese Warnung bestand bis 11.45 Uhr. Bis 13 Uhr waren die Feuerwehrleute mit Löschmaßnahmen und Aufräumarbeiten beschäftigt. Insgesamt 70 Einsatzkräfte konnten schon im Laufe des Vormittags nach und nach abziehen.

Eigentümer „sehr erschrocken“

„Ich bin wegen des Lärms heute Nacht wach geworden und habe zunächst ein Notarzt-Fahrzeug wahrgenommen, ehe mir der Feuerschein aufgefallen ist“, sagt der Eigentümer der Scheune am Sonntagmorgen, während die Einsatzkräfte mit seinem Radlader Glutnester auseinanderziehen. „Meine erste Reaktion? Ich habe mich sehr erschrocken, denn die Scheune stand komplett in Flammen“, berichtet der Landwirt.

Erleichtert konnten er und die Freiwillige Feuerwehr aber vermelden, dass für Menschen und Tiere auf dem Bauernhof zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden habe. Daher bemühten sich die Einsatzkräfte, ein Übergreifen der Flammen auf eine benachbarte Reithalle zu verhindern. Das gelang über eine massive Riegelstellung mit mehreren Strahlrohren und einem Wasserwerfer.

Dabei handelt es sich um ein neues Gebäude. „Nach dem Baubeginn 2018 wollten wir die Reithalle eigentlich nächste Woche einweihen. Daraus wird nun nichts“, so der Landwirt, auf dessen Hof 20 Pferde anderer Eigentümer stehen. Nach seinen ersten Erkenntnissen und nach Einschätzung der Feuerwehr habe die Hitze nur Kunststoff-Fenster an dem Neubau zerstört, es gebe keinen strukturellen Schaden.

Bis auf Grundmauer komplett zerstört

Von der 50 mal 20 Meter großen Scheune wiederum blieben nur ein paar Steine der Grundmauer übrig. Als die Feuerwehr eintraf, waren bereits viele Teile des Dachs eingestürzt. „Das war ein intaktes und komplett nutzbares Gebäude, das ungefähr zu zwei Dritteln mit Stroh und Heu für den Winter gefüllt war“, erzählt der Besitzer des Bauernhofs, dessen Hauptgebäude sich einige Meter neben der Unglücksstelle befinden. Zur Brandursache gibt es noch keine Hinweise. Während dazu die Polizei die Ermittlungen aufnahm, standen kurzzeitig auch Spekulationen (fahrlässige oder mutwillige Brandstiftung) im Raum. „Die Feuerwehr ist hier professionell vorgegangen und hat sich einwandfrei verhalten“, lobt der Landwirt.

Die Einsatzkräfte hatten über mehrere hundert Meter eine Wasserversorgung zur Schlebuscher und zur Karl-Siepmann-Straße aufgebaut. „Wir haben uns mit dem Besitzer geeinigt, die Scheune kontrolliert abbrennen zu lassen, da ein direktes Ablöschen der meterhohen Heuballen zeitnah nicht möglich war“, so Feuerwehr-Sprecher Patric Poblotzki.

Am frühen Morgen begannen Einsatzkräfte unter Atemschutz, die Glutnester mit mehreren Strahlrohren abzulöschen. Mittags übergab die Feuerwehr, die zum Eigenschutz Unterstützung durch den Rettungsdienst erhielt und die sich zwischenzeitlich in einem Gebäude mit frischen Brötchen stärken konnte, dann die Örtlichkeit an die Polizei.

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